Frankfurt jubelt über Tagessieg

1. Bundesliga Nord - Herren

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Stefan Bluemer

Für den Frankfurter GC beginnt die neue Saison der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi mit einem Tagessieg.

Köln – Wie die Saison 2018 endete, beginnt auch die Saison 2019: der Frankfurter GC spielt wie entfesselt und sichert sich die ersten fünf Punkte auf dem Weg zum Final Four in Hamburg.
Nach den Vierern hatte dabei der GC Hubbelrath noch knapp in Führung gelegen. Die erfolgsverwöhnten Düsseldorfer mussten aber am zweiten Wettkampftag früh mit ansehen, wie sich der Deutsche Vizemeister in einen kleinen Rausch spielte. Tim Mayer und Lukas Buller, die für den FGC ganz früh starteten, brachten schnell etliche Birdies unter und sorgte so dafür, dass ihr Team das Momentum auf seiner Seite hatte.
Das Ensemble des Trainerduos Jan Förster und Keith Coveney war mit fünf Schlägen Rückstand auf Hubbelrath in den Tag gegangen, tauchte aber schnell an der Spitze des Leaderboards auf und gab die Führung dann auch nicht mehr ab. Ganz im Gegenteil: Frankfurt setzte sich ab und so gab es recht früh kaum noch Zweifel daran, wer den Tagessieg ernten würde.
Dahinter allerdings ging es emotional und hochgradig spannend zu. Hubbelrath, Hösel und zunächst auch Gastgeber Marienburger blieben lange in Reichweite und so gab es hinter Frankfurt ein buntes Wechselspiel, oft genug lagen die Verfolger nur marginal auseinander. Lediglich der GLC Berlin-Wannsee ließ es zunächst ganz ruhig angehen und zierte das Ende der Ergebnistafel. Nach und nach kamen die Athleten aus der Bundeshauptstadt aber doch noch besser in Schwung und schafften es so, den Aufsteiger am Ende doch noch hinter sich zu lassen.
Der GC Hösel schaffte es, hinten die Zahlen nicht zu hoch werden zu lassen und sicherte sich damit Rang zwei vor dem GC Hubbelrath, der sich in seiner neuen Rolle erst noch einfinden muss, nun nicht mehr immer und ganz natürlich als Favorit für den Sieg gesetzt zu sein.

Bester Einzelscore

Den besten Einzelscore des Tages brachte Lukas Buller rein. Der Spieler des National Team Germany lag nach neu gespielten Bahnen schon bei vier unter Par und kam am Ende mit einer starken 67 (-5) rein. Auf Bahn 14 hätte es statt des Birdies auch gut ein Eagle werden können und erst auf dem 18. Grün gab es doch noch ein Bogey auf der Karte.
„Ich habe ziemlich aggressiv gespielt, habe viele Driver geschlagen und viele Fairways getroffen. Ich habe seit vorgestern wieder meinen alten Driver im Bag und damit richtig gute Abschläge gemacht. Danach habe ich noch richtig gute Eisen in die Grüns geschlagen. Dadurch hatte ich 14 Birdiechancen unter vier Metern. Ich bin superhappy mit der Runde und mit der Teamleistung sowieso“, strahlte Lukas Buller angesichts dieses Triumphes.
Als zweites Zugpferd der Hessen zeigte Tim Mayer eine famose Leistung und lag nach 15 Bahnen auch schon vier unter Par. Die brachte der Youngster auch rein und spielte dabei seine erste Bundesliga-Runde ohne ein einziges Bogey.
„Ich bin gut gestartet. Es war wichtig für mich, so gut zu starten, um dem Team ein gutes Momentum zu geben. Ich habe viele Fairways getroffen. Ich hatte einen guten Plan, an welchen Löchern ich gezielt auf Birdies gehen wollte. Die übrigen Löcher habe ich dann relativ defensiv auf Par gespielt und auf meine Chancen gewartet. Das ging sehr gut auf. Ich habe immer an der richtigen Stellen gelegen“, war Tim Mayer dankbar, dass er seinem Team so helfen konnte.
Drittbester Einzelscore war eine 69 (-3) von Hubbelrath-Neuzugang Johannes Lube. Sieben Birdies standen vier Bogeys entgegen.

Förster überglücklich

Jan Förster, Coach des Deutschen Vizemeisters, war von seiner Mannschaft völlig begeistert: „Wenn Du in den Vierern zwischendurch schon bei +11 liegst und Du am Ende des Spieltags mit +4 gewonnen hast, dann bist Du verdammt stolz. Vor zwei Wochen hätte ich solche Scores noch nicht erwartet. Wir haben sehr hart daran gearbeitet und wollten aggressiv spielen. Der heiße Start war für uns wichtig. Alle die gespielt haben, haben toll performt.“ Und auch der Ausblick auf den zweiten Spieltag ist optimistisch: „Wir haben uns bisher ja oft zu Hause schwer getan. Aber mit diesen fünf Punkten im Rücken wird es sich etwas leichter spielen und wir werden genau so aggressiv weiter spielen.“
Auch Christian Niesing war mit dem Abschneiden seines Teams einverstanden. „Ich bin mit dem zweite Platz sehr zufrieden. Die Ergebnisse der einzelnen Scores ist okay, aber nicht besonders gut. Meine Mannschaft hat einen tollen Kampfgeist gezeigt. Gerade die, die hinten schnell höhere Scores hatten, haben sich gut stabilisiert. Das gefällt mir sehr gut. Ansonsten war es alles in allem recht solide“, sieht der Coach des GC Hösel aber auch noch Potenzial.
Roland Becker, der mit seinem GC Hubbelrath mehrfach die Meisterschaft feiern durfte, sieht seine Mannschaft nach dem dritten Platz zum Saisonstart plötzlich in einer ganz neuen Position: „Mit hat grundsätzlich die Stimmung im Team und auch die Einstellung meiner Mannschaft gut gefallen. Es waren alle gut vorbereitet und viele sind sehr gut in Form, aber wir hatten drei Spieler, die heute einen schlechten Tag hatten. Das ist halt zuviel. Vier Scores vorne stimmen, die Scores der Vierer stimmen, aber die Scores hinten müssen wir besser machen. Wir fühlen uns deutlich stärker als das, was wir heute auf den Platz gebracht haben. Das müssen wir nur noch beweisen!“
Sichtlich abgekämpft nach seinem ersten Spieltag als Cheftrainer des GLC Berlin-Wannsee war Christian Kurras am Abend nach dem letzten Putt mit dem vierten Rang gar nicht unzufrieden: „Das war mega emotional, weil es über den Tag ein großes Auf und Ab war. Meine Jungs sind wahnsinnig gut in den Tag gestartet. Das war echt grandios. Zwischenzeitlich ging es dann in die total verkehrte Richtung, aber am Ende haben wir ein paar wirklich gute und wichtige Birdies gespielt. Daher können wir zufrieden sein, den vierten Platz erreicht zu haben. Wir wollten eine gute Vorbereitung machen, haben viele Erkenntnisse aus diesem Spieltag gezogen und werden nun an ein paar Stellschrauben drehen.“
Aufsteiger Marienburg hat beim Heimspiel Lehrgeld bezahlt. So interpretiert Coach Peer Sengelhoff das Auftreten seiner Burschen: „Obwohl die Rahmenbedingungen gut waren und sich Marienburg mit dem Platz sehr gut präsentiert hat, war es wohl doch ein klassischer Fehlerstart. Wir hatten uns schön vorbereitet, aber irgendwie ist es doch etwas ganz besonderes, in der 1. Liga zu spielen, auch für die neuen Spieler. Die jungen Spieler stellen auf einmal fest, dass durch das Drumherum und das größere Interesse auf dem Platz und durch die Medien das alles doch etwas anderes ist. Vielleicht muss man das noch ein Stückweit lernen und wir müssen uns da jetzt schnell hineinfinden, um unsere Leistungen auf den Platz bringen zu können.“

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  • Bahn 1  (Luftbild: stebl)
  • Bahn 3  (Luftbild: stebl)
  • Grün 4  (Luftbild: stebl)
  • Lukas Buller hatte einen Sahnetag erwischt und marschierte für den Frankfurter GC vorneweg  (Foto: DGV/stebl)
  • Der Neue und die Chefin: Christian Kurras ist neuer Coach des GLC Berlin-Wannsee. Miriam Hiller als Sportdirektorin des Hauptstadtclubs freut sich über diese Personalentscheidung  (Foto: DGV/stebl)
  • Moritz Hausweiler vom GC Hösel brachte eine 77 (+5) nach Hause (Foto: DGV/stebl)
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Der zweite Spieltag der 1. Bundesliga Nord der Herren in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi wird am 24. und 25 Mai in Frankfurt stattfinden. Dann treffen sich parallel am Main auch die Damen der Südstaffel beim Frankfurter GC.

Tabelle nach Spieltag 1

 

Rang Club Punkte
1. Frankfurter GC 5
2. GC Hösel 4
3. GC Hubbelrath 3
4. GLC Berlin-Wannsee 2
5. Marienburger GC 1

 

Spieltagsergebnis

 

Rang Club Ergebnis
1. Frankfurter GC Brutto +4
2. GC Hösel Brutto +12
3. GC Hubbelrath Brutto +15
4. GLC Berlin-Wannsee Brutto +27
5. Marienburger GC Brutto +30

 

  • Bahn 9 mit einem ...  (Luftbild: stebl)
  • ... Grande Finale in Marienburg  (Luftbild: stebl)
  • Grün 8  (Luftbild: stebl)
  • Marcel Zillekens vom ...  (Foto: DGV/stebl)
  • ... GC Hösel spielte gewohnt defensiv, war aber mit einem Birdie gestartet  (Foto: DGV/stebl)
  • Ferdinand Weber vom GC Hubbelrath kam mit einer 78 (+6) rein (Foto: DGV/stebl)
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