Hubbelrath ist zurück

1. Bundesliga Nord - Damen

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Christopher Tiess

Mit konzentriert gespielten Einzelrunden schiebt sich der GC Hubbelrath am G&LC Berlin-Wannsee vorbei und holt sich den Spieltagsieg. Das Ergebnis mischt die Ligatabelle kräftig auf.

Was für eine starke Vorstellung! Die Damen des GC Hubbelrath machen die Ankündigung von Coach Chris Webers wahr und holen an diesem dritten Spieltag der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi den Sieg. Die früh gestartete Antonia-Leonie Eberhard legte mit ihrer 69 (-3) den Grundstein für diesen so wichtigen Düsseldorfer Erfolg.

Alle weiteren gezählten Ergebnisse fanden sich konzentriert bei 73 Schlägen (+1) ein. Mit den vollen fünf Punkten des Spieltagsiegers haben sich die Hubbelrather Damen nun eine deutlich verbesserte Position im Kampf um die Final-Four-Qualifikation geschaffen.

Chris Webers ist nach dem Erfolg sehr zufrieden: „Es ist genau so, wie wir es uns gewünscht hatten. Auch in der Vergangenheit haben wir schon die besten Einzel gespielt. Daher war es - meiner Meinung nach - an der Zeit, dass wir mal wieder einen Spieltag gewinnen. Schön ist, dass das Ergebnis die ganze Tabelle noch einmal aufgemischt hat. Und wir sind super happy mit dem Ergebnis.“

Für den weiteren Saisonverlauf hat Webers eine klare Vorstellung: „Der nächste Spieltag ist unser Heimspieltag. Da haben wir uns ähnlich viel vorgenommen. Wir werden bis dahin weiter an unseren Vierern arbeiten und wollen dann auch zuhause gewinnen, sodass wir mit sehr guten Chancen zum letzten Spieltag nach Wannsee fahren.“

Gatow glücklich auf Platz drei

Mit einem Gesamtergebnis von drei Schlägen unter Par steht Hubbelrath am Ende also klar vor den Damen des G&LC Berlin-Wannsee, die den Spieltag ihrerseits mit fünf Schlägen über Par abschließen. Die Berlinerinnen können in den Einzeln nicht an die starken Vierer anschließen und verlieren so ganze elf wertvolle Schläge auf ihre Kontrahentinnen aus dem Rheinland. Mit der Ausbeute von vier Punkten behaupten die Hauptstadt-Damen jedoch die Spitze der Saisontabelle.

Im Kampf um die Tabellenmitte hat sich in den Einzeln ein heißer Fight abgespielt, der am Ende mit einer kleinen Überraschung endete. Die gastgebenden Damen des Berliner GC Gatow haben es geschafft, ihren in den Vierern herausgespielten Vorsprung auf den Hamburger GC weitgehend zu verteidigen und erzielen mit elf Schlägen über Par auf heimischem Platz einen respektablen dritten Rang.

Coach Joel Goodson macht nach der Runde einen geradezu glücklichen Eindruck: „Wir sind sehr zufrieden. Grundsätzlich hat Hamburg uns etwas Raum gelassen - die Truppe hatte nicht ihr bestes Wochenende. Aber im Grunde versuchen wir immer, uns auf uns selbst zu konzentrieren. Und gestern haben wir nunmal sehr gute Vierer gespielt. Das hat uns eine gute Position für die heutigen Einzel verschafft. Mit den Einzeln selbst waren wir nicht super-zufrieden. Wir waren vorne durchaus stark, aber hinten haben wir noch etwas Arbeit zu leisten.“

Für die restliche Saison bleibt Goodson zurückhaltend und realistisch: „Das Final Four ist sicherlich nicht zu erreichen. Aber wir haben jetzt natürlich einen guten Puffer gegenüber dem Fünftplatzierten und wir haben das Ziel, den Klassenerhalt in Hubbelrath festzumachen.“

Falkenstein auf Rang vier

Auf Platz vier der Tageswertung finden sich mit 16 Schlägen über Par die amtierenden Deutschen Meister wieder. Den Falkenstein-Damen ist es nicht gelungen, die hohen Vierer-Ergebnisse vom Samstag mit entschlossenen Einzel-Ergebnissen zu parieren. Zwar konnte die früh gestartete Maike Schlender mit einer 69 (-3) stark vorlegen und auch Leonie Wulfers konnte mit einer 74 (+2) ein ansehnliches Bundesliga-Debüt aufweisen. In der Summe jedoch fehlten die tiefen Scores, die notwendig sind, um auf diesem Turnierplatz am Ende oben zu stehen.

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  • Zita Arndt (G&LC Berlin-Wannsee) war heute mit... (Foto: DGV/Tiess)
  • ...Caddy Tara Bettle unterwegs. (Foto: DGV/Tiess)
  • Antonia Eberhard (GC Hubbelrath) spielte heute die... (Foto: DGV/Tiess)
  • ...beste Runde ihres Teams. (Foto: DGV/Tiess)
  • Zita Arndt (G&LC Berlin-Wannsee). (Foto: DGV/Tiess)
  • Maike Schlender (Hamburger GC) war eine der wenigen Falkensteiner Spielerinnen, die in den Einzeln glänzen konnte. (Foto: DGV/Tiess)
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Trainer Christian Lanfermann analysiert kritisch: „Wir haben viele externe Einflussfaktoren wie Schule, Abiturprüfungen und Verletzungen, mit denen wir uns in dieser Saison auseinandersetzen müssen. Momentan schaffen wir es nicht, zwei oder drei Spieler mit Unter-Par-Ergebnissen reinzubringen. Und dann gehen einem am Ende schon mal schnell die Körner aus. Dabei gibt einem dieser Platz hier durchaus viele Birdie-Chancen. Wenn man die nicht nutzen kann, spielt man vorne eben nicht mit. Wir konnten uns heute einfach kein Momentum erzwingen, um in einen Birdie-Train reinzukommen. Dass wir dann jetzt nur Vierter geworden sind, ist zum einen der guten Leistung der anderen Teams und andererseits unserem eigenen Unvermögen geschuldet.“

Für den Kampf um die Final-Four-Qualifikation will Lanfermann sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen lassen: „Wir machen unsere Arbeit wie bisher. Unser Team weiß um den Ernst der Lage. Wir arbeiten darauf hin, in Hubbelrath eine geschlossene Teamleistung zu servieren. Und vielleicht muss man manchmal ja auch wirklich mit dem Rücken zur Wand stehen, um verstehen, was gerade abgeht. Genau in dieser Position sind wir und wir wissen das auch. Wir wollen und werden Druck machen und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt.“

Nächster Stopp: Hubbelrath

Am Ende der Tagestabelle findet sich auch an diesem dritten Spieltag der GC Hamburg-Walddörfer. Nach den Vierern musste das Team um Coach Christian Kirchner bereits ein heftiges Handicap mit in die Einzel nehmen. Dieses ließ sich an diesem heißen und sonnengetränkten Sonntag nicht mehr wett machen. Die Nordwest-Hamburger schließen den dritten Spieltag mit 34 Schlägen über Par ab.

In der Ligatabelle steht der G&LC Berlin-Wannsee mit 13 Punkten knapp vor dem GC Hubbelrath mit 12 Punkten. Die amtierenden Deutschen Meister des Hamburger GC stehen mit 10 Punkten auf Platz drei. Der Berliner GC Gatow steht mit sechs Punkten auf dem vierten Rang. Auf Platz fünf stehen die Aufsteiger des GC Hamburg-Walddörfer mit vier Punkten. Die Punktejagd wird am Wochenende des 20. und 21. Juli fortgesetzt. Dann finden sich die Damen der DGL Bundesliga Nord im GC Hubbelrath ein und werden aller Voraussicht nach die ersten Vorentscheidungen herbeiführen.

Den Turnierbericht zu den Vierern des dritten Spieltags finden Sie hier.

  • Christin Eisenbeiß (Hamburger GC) mit einer kniffligen Lage an Bahn 3. (Foto: DGV/Tiess)
  • Fenja Rengstorf (GC Hubbelrath). (Foto: DGV/Tiess)
  • Emily Krause (G&LC Berlin-Wannsee). (Foto: DGV/Tiess)
  • Fenja Rengstorf (GC Hubbelrath). (Foto: DGV/Tiess)
  • Fenja Rengstorf (GC Hubbelrath). (Foto: DGV/Tiess)
  • Christin Eisenbeiß (Hamburger GC). (Foto: DGV/Tiess)
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