Berlin-Wannsee ist Deutscher Meister!

Final Four Damen

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Christopher Tiess

In spannungsgeladenen Einzelpartien machten die Damen des GLC Berlin-Wannsee die Sensation perfekt und spielten sich furios zum Deutschen Mannschaftsmeister 2015! Den Kampf um Platz 3 gewann der GC St. Leon-Rot für sich.

Lich. An einem mit Spannung vollgepackten Nachmittag haben die Damen des GLC Berlin-Wannsee kurzen Prozess gemacht und sich mit 5,5 : 3,5 den Meistertitel geholt. Dabei ist lediglich ein Match bis zum abschließenden 9. Grün gekommen (Startpunkt war Tee 10). In der Chronologie der Ereignisse war es zunächst die auf No.1 gesetzte Partie zwischen Anastasia Mickan (GLC Berlin-Wannsee) und Tanja Morant (Münchener GC), die bereits am Grün von Bahn 8 mit 2&1 an die Münchnerin ging. Der Gesamt-Punktstand lag danach bei 2,5 : 1:5.

Dann gab es eine frühe Entscheidung auf Bahn 16 zugunsten der Berlinerinnen. In der hier geführten Partie No. 5 hat Tina Fischoeder (GLC Berlin-Wannsee) ihr 4&3 gegen Julia von Rohrscheidt (Münchener GC) perfekt gemacht und plötzlich stand es 3,5 : 1,5 für Berlin. Zwischenzeitig gelang es Hendrika Labsch im Match No. 3 gegen Nora Wrenger, ihre 1up-Führung bis auf den Abschlag der 18. Bahn zu bringen, was zu diesem Zeitpunkt mindestens einen sicheren halben Punkt zum 4,0 : 2,0 bedeutete. 

Die nächste Entscheidung konnte die Meisterschaft also bereits entscheiden. Und das tat sie auch. Im Match No. 2 spielte die junge Nationalspielerin Alexandra Försterling (GLC Berlin-Wannsee) gegen Katinka Sievers (Münchener GC). Die beiden Kontrahentinnen spielten eine enge Partie über volle 18 Löcher. Als die mit 1up in Führung liegende Försterling das letzte Loch teilte und damit einen weiteren vollen Punkt für ihr Team sicherte, war das Spiel um die Meisterschaft beendet. Alexandra Försterling war zunächst der Meinung dass, die überschwänglichen Glückwünsche ihrer herbeigeeilten Team-Kameradinnen lediglich dem gewonnenen Punkt galten. Umso größer war die Freude, als sie hörte, dass sie gerade den entscheidenen Punkt zur Meisterschaft gesichert hatte. Alle weiteren Partien wurden angesichts des Berliner Sieges geschenkt und der Endstand um die Deutsche Meisterschaft lautet demnach 5,5 : 3,5 für die Damen aus der Hauptstadt. Miriam Hiller, Leistungssport-Koordinatorin und Team Captain des GLC Berlin-Wannsee blickt mit großem Stolz auf ihre Mannschaft:„ Am Nachmittag ist München nochmal rangekommen und es wurde zwischendurch nochmal ein bisschen eng. Aber wir haben es dann am Ende auch einfach nicht zugelassen, dass sie das Spiel drehen. Unsere Mädels waren mit einem riesigen Kampfgeist dabei und sind über sich hinaus gewachsen. Ich bin unendlich stolz auf sie.“

Für Nationalspielerin Alexandra Försterling hat dieser erste Meisterschaftssieg im neuen DGL-Format eine ganz besondere Bedeutung: „Das Final Four war für mich eine ziemliche Gefühls-Achterbahn und ich finde es wirklich krass, dass wir diese Meisterschaft gewonnen haben. Wir sind hier als das Team angereist, mit dem niemand ernsthaft gerechnet hat. Alle haben sich gedacht: „Die schaffen wir schon.“ Aber wir sind als Team richtig zusammengewachsen - nicht nur hier, sondern über die gesamte Saison. Das hat uns viel Stärke gegeben und war meiner Meinung nach auch ausschlaggebend.“ Das im Finale unterlegene Team des Münchener GC erwies sich nach Abschluss der Begegnung als äußerst fairer Verlierer. Die süddeutschen Damen beglückwünschten ihre Kontrahentinnen herzlich und auch Coach Maximilian Tschinkel konnte sich mit Platz 2 arrangieren: „Natürlich hätten wir das Match gegen die Berliner gerne für uns entschieden, aber dennoch haben wir die Silbermedaille gewonnen - und darüber sind wir sehr glücklich! Berlin hat heute kaum Fehler gemacht und sehr steady gespielt. Das muss man ganz klar anerkennen und somit sind wir durchaus zufrieden, aus diesem Final Four als Vizemeister hervorzugehen.“

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Im Spiel um Platz 3 war es das Team des GC St. Leon-Rot, das sein am Vortag angeknackstes Ehrgefühl zumindest teilweise wieder herstellen konnte. Immerhin waren nach dem erfolgreichen Vormittag nur noch zwei von sechs möglichen Punkte notwendig, um den Sieg zu erringen. Regulär beendet wurde die Partie Ava Bergner (GC St. Leon-Rot) vs. Denise Kalek (GC Hubbelrath) mit 1up zugunsten des GC St. Leon-Rot. In der zweiten Partie schaffte Samantha Krug  (GC Hubbelrath) ein starkes 3&2 gegen Sophia Popov (GC St. Leon-Rot) und verkürzte damit auf 4,0 : 1:0. Die dann folgende Begegnung zwischen Valerie Gress (GC St. Leon-Rot) und Chiara Mertens (GC Hubbelrath) sollte dann jedoch die frühzeitige Entscheidung zugunsten des Vorjahressiegers bringen. Denn hier gewann Gress am 18. Grün mit 1up und sicherte das 5,0 : 1,0. 

Nachdem die darauf folgenden Partien nicht mehr zu Ende gespielt wurden, siegt das Team um Coach Michael Terwort gegen den GC Hubbelrath mehr als deutlich mit 7,0 : 2,0. Die Bronze-Medaille sieht der Trainer des GC St. Leon-Rot trotz der überraschenden Niederlage vom Vortag positiv: „Nach der Niederlage gestern können wir uns über den dritten Platz heute schon sehr freuen. Wir waren natürlich traurig und enttäuscht, aber unser Team besteht aus wahren Sportlern. Wir haben alle unsere Ehre und wollten einfach unser Bestes geben und das Turnier mit einem Sieg beenden. Und das ist uns gegen einen starken Gegner gelungen.“

Das Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2015 kam am heutigen Sonntagabend mit der Siegerehrung und einem Feuerwerk zu einem würdigen Ende. Über die beiden Turniertage haben knapp 2.900 Zuschauer das Final Four hier im Licher GC verfolgt. Mit dem Abschluss dieses Play Offs ist die diesjährige Saison der Kramski DGL  offiziell beendet.