Meister Wannsee wieder Spitze

1. Bundesliga Nord - Damen

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Stefan Bluemer

Am ersten Spieltag der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi macht der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister GLC Berlin-Wannsee da weiter, wo er beim Final Four 2015 in Lich aufgehört hat.

Schon am Vormittag legte das Team von Coach Mario Hansch bei perfekten Bedingungen los wie die Feuerwehr. Nach zwölf gespielten Bahnen stand das Wannsee-Team einsam bei fünf Schlägen unter Par weit vor den Konkurrenten. Am Mittag kamen die Berlinerinnen mit +14 ins Clubhaus, nachdem einige Spielerinnen sich spät auf der Runde noch den einen oder anderen Schlag eingefangen hatten. So zum Beispiel Linda Trockel. Die College-Studentin lag nach Bahn 13 noch zwei unter Par und spielte großartig, kam dann aber doch mit +6 rein. Das Teamergebnis war dennoch drei Schläge besser als das des GC Hubbelrath, bei dem Sophie Hausmann mit einer Runde von Even Par mehr als überzeugen konnte und so einen starken Einstand bei ihrem neuen Club feierte. Der Rückstand der Hubbelrather auf Wannsee war vor den Vierern nur drei Zähler. In den Vierern konnte der ambitionierte Club aus Düsseldorf allerdings nicht wirklich Druck aufbauen. Wannsee zeigte keine Schwäche und schaffte es, auch das beste Ergebnis des Nachmittags in die Wertung zu bringen. Maßgeblichen Anteil daran hatten Alexandra Försterling und Hendrika Labsch, die Even Par ins Clubhaus kamen. Auch Anastasia Mickan und Zita Arndt lagen bis kurz vor Ende Runde auf Par-Kurs, kassierten am Ende aber noch zwei Bogeys.

Nur +2 für Berlin in den Vierern – da konnte Hubbelrath nicht folgen, weil die eigenen beiden Vierer, die in die Wertung kamen, jeweils „drei über“ rein kamen. Dies reichte aber noch für Platz 2 in der Tageswertung. Damit war der Club aus der NRW-Landeshauptstadt grundsätzlich auch zufrieden, denn das Saisonziel lautet zunächst einmal, das Final Four zu erreichen. Der zweite Platz war aus Sicht von Hubbelrath-Coach Christoph Herrmann ein Schritt in die richtige Richtung. „Jetzt sind wir gespannt, wie es nächste Woche in Berlin weitergeht. Wir wollen dort unseren Anspruch untermauern. Wir hätten sicher an der einen oder anderen Stelle gerne noch weniger Schläge gebraucht, aber die Mannschaft hat auch mit den neuen Spielerinnen gut zusammen gefunden“, so Herrmann. In Wannsee wird Hubbelrath in leicht veränderter Besetzung antreten, denn Chiara Mertens und Franziska Knötsch werden dann zur Verfügung stehen.

Die beste Runde des Tages brachte Maike Schlender ins Clubhaus. Die Spielerin, die vom Düsseldorfer GC zum HGC Falkenstein gewechselt war, gab mit -1 einen famosen Einstand und blieb dabei auf dem sehr anspruchsvollen Platz in Hamburg, der sich in vorzüglichem Zustand präsentierte, ohne Bogey. In den Vierern durfte Sophia Dickel erstmals Bundesligaluft schnuppern und hat nach Ansicht ihres Trainers Christian Lanfermann diese Bewährungsprobe gut bestanden.

Esther Henseleit und Lilly Köster brachten den besten Vierer für Falkenstein rein, haderte dabei aber mit etlichen kurzen Putts, die sie nicht gelocht hatten. Es reichte dennoch für eine Even Par-Runde, womit die beiden ehrgeizigen Nachwuchstalente nicht vollständig zufrieden waren. „Ganz okay“, so lautete die Meinung der beiden zu ihrem Vierer. Die Falkensteiner belegten im Endklassement des Heimspieltages Rang 3. Diesen belegte der HGC auch schon nach den Einzeln. Coach Christian Lanfermann war am Abend eines langen Spieltages sichtbar geschafft. Sein Fazit des Heimspieltages fiel sachlich aus: „Der Spieltag hat uns gezeigt, woran wir arbeiten müssen. Das Puttglück war heute nicht auf unserer Seite. Wir haben etliche Schläge auf den Grüns liegen lassen.“

Die Aufsteiger mussten am ersten Spieltag noch Lehrgeld zahlen. Der GC Hummelbachaue kam auf den vierten Platz und freute sich, zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Beste Spielerin im Einzel war Verena Gimmy, die eine solide 74 unterschrieb. Auch im Vierer war Gimmy am besten Ergebnis der Neusserinnen beteiligt, als sie gemeinsam mit Anna Ruttert erneut eine 74 spielte. Coach Dennis Arnold befand die Ergebnisse der Einzel ganz okay, sicher mit noch Potenzial für Steigerungen, wenn einmal die Nervosität des Aufsteigers überwunden ist. Einige Birdiechancen blieben vom Neuling ungenutzt. „Für den Stand der Vorbereitung der Mannschaft sind wir zufrieden mit den Leistungen. Nächste Woche in Berlin hoffen wir, wieder zwei Punkt zu holen.“

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  • Die Blütenpracht neben dem Fairway: in Falkenstein gerade ein Wucht  (Foto: DGV/stebl)
  • Im Vierer kam Merle Kasperek für Hubbelrath zum Einsatz  (Foto: DGV/stebl)
  • Anastasia Mickan und ...  (Foto: DGV/stebl)
  • ... Zita Arndt waren für Wannsee gemeinsam unterwegs  (Foto: DGV/stebl)
  • Nicht immer war Zita Arndt zufrieden  (Foto: DGV/stebl)
  • Merle Kasperek spielte den Vierer gemeinsam mit ...  (Foto: DGV/stebl)
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Vier Schläge hinter der Hummelbachaue kam der Berliner GC Gatow auf Rang 5. Michèle Holzwarth war im Einzel mit ihrer 74 die beste Spielerin des Aufsteigers. Dass Gatow zwei zweistellige Ergebnisse über Par im Einzel mit in die Wertung nehmen musste, war für die Vierer eine zu hohe Hypothek und konnte nicht mehr ausgeglichen werden. Trotz einer guten Vorbereitung blieb das sehr international ausgerichtete Team von Coach Joel „Billy“ Goodson hinter den Erwartungen zurück. „Die Liga geht aber über fünf Spieltage und wir haben noch viel Zeit, die nötigen Punkte zu sammeln“, bleibt Goodson optimistisch. Die Coach des Berliner GC Gatow hob den Zustand des Platzes in Falkenstein besonders hervor: „Die Anlage ist in einem Spitzenzustand. Die Zuschauer waren toll, die Atmosphäre war sehr gut und es hat riesig Spaß gemacht, wieder in der 1. Bundesliga dabei zu sein. Wir freuen uns auf die nächste Aufgabe in Wannsee. Wir wissen, dass es hart wird, aber wir werden alles dafür geben, in der Liga zu bleiben.“

Mario Hansch, Trainer des Tagessiegers GLC Berlin-Wannsee freute sich sehr, dass sein Team an die Leistung des Final Four anknüpfen konnte: „Wir waren gespannt, ob uns das gelingt. Darüber, dass es so gekommen ist, sind wir richtig happy. Der erste Spieltag bietet immer eine besondere Spannung und deshalb sind wir so froh, dass es so gut für uns gelaufen ist. Gestern Abend haben wir eine gute Einstimmung hinbekommen. Es ist uns gelungen, gute Bilder und Erinnerungen ans Final Four wach zu rufen. Das war das Erfolgsgeheimnis für den heutigen Tag. Ganz stark war, wie meine Spielerinnen mit Problemsituationen umgegangen sind. Wir sind immer optimistisch an den nächsten Schlag heran gegangen, denn Falkenstein ist ein Platz, auf dem man immer wieder mal in Problemen ist. Wir sind dann durchgängig positiv geblieben und haben nie die Köpfe hängen lassen.“

Auch Miriam Hiller war froh über den Verlauf dieses ersten Spieltags der neuen Saison: „Wir hatten uns vorgenommen, an unsere Leistungen des letzten Jahres anzuknüpfen. Umso schöner, dass dies auch direkt so geklappt hat!“

Schon in einer Woche geht es in Berlin weiter. Die KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi macht dann Station am Wannsee. Dann präsentiert sich der Deutsche Mannschaftsmeister der Damen seinem Heimpublikum. Parallel wird auch die 1. Bundesliga Herren Nord in Berlin ihren zweiten Spieltag austragen.

stebl´

Bilder Einzel I

Bilder Einzel II

Bilder Vierer

 

Endstand

  1. G&LC Berlin-Wannsee +16
  2. GC Hubbelrath +23
  3. Hamburger GC +29
  4. GC Hummelbachaue +45
  5. Berliner GC Gatow +49

 

Ergebnisse im Detail