In Hochform zum Saisonstart

1. Bundesliga Nord - Damen

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Die Damen der 1. Bundesliga Nord bereiten sich akribisch auf die bevorstehende Ligasaison vor.

Der erste Spieltag der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi naht und die knisternde Spannung ist beinahe schon zu hören. Wie werden die Teams aus dem Winter kommen und welche Mannschaft tritt wie an? Die Fragezeichen vor dem Auftakt sind bei allen fünf Mannschaften spürbar und das einzige Mittel gegen diese Unsicherheit ist die eigene bestmögliche Vorbereitung. Dabei dürfen die amtierenden Meister des Hamburger GC weithin als Favorit gesetzt sein. Zugegeben: nach den beiden hervorragenden letzten Spielzeiten würde den Falkensteiner Damen eine Underdog-Rolle auch einfach nicht mehr stehen. Und tatsächlich kann Coach Christian Lanfermann auf einen stabilen Kader ohne Abgänge bauen. Denn auch die Leistungsträgerin Esther Henseleit, die mittlerweile furios in ihre Profi-Karriere auf der Ladies European Tour gestartet ist, wird versuchen, ihre Mannschaft nach wie vor so oft wie möglich zu unterstützen.

Außerdem können die Hamburgerinnen auf drei Neuzugänge bauen: Sirah Steinhoff kommt vom GC Paderborner Land und Leonie Wulfers vom GC Brückhausen. Ebenfalls neu im Kader ist Ira Wirth, die vom Lübeck-Travemünder GK zu den Meistern stösst. Zwar wird auch im Falkensteiner Kader die eine oder andere Spielerin durch ihr Studium gefordert sein. Das lässt Lanfermann, der von seinen Berufskollegen im Februar 2019 zum PGA Teacher of the Year 2018 ausgezeichnet wurde, aber keineswegs zweifeln: „Wir schauen mit breiter Brust nach vorne und freuen uns einfach, dass es jetzt wieder losgeht.“ Für das Saisonziel bleibt der Meistertrainer hanseatisch bescheiden: „Jetzt wo das Final Four in unserer Stadt stattfindet, wollen wir als Hamburger Mannschaft mit dabei sein und die Farben von Falkenstein und Hamburg vertreten!“

Vizemeister wollen erneut Medaille

Im Streben nach einer erfolgreichen Playoff-Qualifikation finden sich auch die Damen des G&LC Berlin-Wannsee wieder. Auf ihrem Weg dahin können die Vizemeister der Saison 2018 ebenfalls auf einen konstanten Kader setzen. Den Platz für die Proette kann Coach Mario Hansch sowohl mit Anastasia Mickan als auch mit Zita Arndt besetzen. Mit Tina Fischoeder, Lydia Volkmer, Johanna Wollenhaupt, Livia Wicklein und Luka Kienbaum kann Hansch zudem auf viele der Leistungsträgerinnen zurückgreifen. Alexandra Försterling und Tara Bettle allerdings werden am ersten Ligaspieltag noch in den USA sein. Neben den angestammten Wannsee-Damen konnten sich zwei junge Nachwuchs-Spielerinnen in den Kader hinein entwickeln: Emily Krause und Linda Rademacher.

Vor allem Rademacher dürfte den eingefleischten DGL-Fans noch ein Begriff sein, nachdem sie ihren ersten Auftritt direkt im Final Four 2018 hatte und dort einen halben Punkt gegen die auf der LET spielenden Proette Karolin Lampert holte. Für Sportdirektorin Miriam Hiller sind Ergebnisse wie dieses ein Zeichen, dass der G&LC Berlin-Wannsee auf dem richtigen Weg ist: „Wir sind schon stolz auf unsere Nachwuchsförderung und dass es uns immer wieder gelingt, die Teams mit der eigenen Jugend zu verstärken.“ Darüber hinaus wird mit der früheren Gatower Spielerin Julia Neumann auch ein externer Zugang das Hauptstadt-Team verstärken. Neumann stösst nach absolviertem College-Studium zu den Wannsee-Damen. Zusätzlich werden weitere Spielerinnen das Bundesliga-Team begleiten und Erfahrung sammeln, um den Kader zukünftig zu unterstützen. Mit Blick auf den ersten Spieltag halten Miriam Hiller und Mario Hansch sich noch alle Optionen offen. So sagt Hiller: „Wie unsere Aufstellung aussehen wird, steht noch nicht fest. Aber da wir mit einem guten Kader arbeiten können, gehen wir sicher stark in diesen ersten Spieltag.“

Hubbelrath und die Achillesferse

Mit einer ganz besonderen Motivation dürfte der GC Hubbelrath in die neue Spielzeit starten. In der Vorsaison fehlten den Damen aus dem Rheinland nur vier Schläge, um das Final Four zu erreichen. Und genau aus diesem Grund sind die Play-Offs in diesem Jahr das klar ausgegebene Ziel. Coach Chris Webers kann auf einen Kader setzen, der mit nur wenigen Veränderungen auskommt. So ist zwar Anna Maria Diederichs zum Berliner GC Stolper Heide gewechselt. Dafür kommt jedoch Fenja Rengstorf vom Club zur Vahr zum Sandberg und folgt damit dem Ruf ihres früheren Bremer Trainers. Im Training setzte Webers einen Schwerpunkt auf die Vierer, die sich in der vergangenen Saison als Achillesferse der Hubbelrather Damen erwiesen haben. Dafür trifft sich das Team zwei Mal wöchentlich zum Mannschaftstraining und führt zusätzliches Mental- und Athletiktraining durch.

Zur Vorbereitung der Saison ist die Mannschaft im März in den Arcos Gardens Golf Club nahe dem spanischen Jerez gefahren. Darüber hinaus haben sich die ambitionierten Rheinländer Damen während ihrer Vorbereitung vielen internen Qualifikationsrunden gestellt und damit sowohl den Wettkampf-Geist geschärft als auch die Besetzung der Startmannschaft untereinander ausgespielt. Chris Webers  fährt also mit klaren Vorstellungen zum ersten Spieltag - und ist darüber hinaus guter Dinge: „Wir haben viel investiert, um an unseren Schwachstellen zu arbeiten. Und wir haben hier gute Fortschritte gemacht. Unser Saisonziel ist das Final Four und wir sind zuversichtlich, dass wir dies auch erreichen!“

Gatower Punktefüchse

Als zweites Team aus der Hauptstadt stehen die Damen des Berliner GC Gatow zum Saisonstart bereit. Nach einem früh gesicherten Klassenerhalt in der Vorsaison dürfte es den Damen um Coach Joel Goodson ein weiteres Mal eine Freude sein, die etablierten Teams zu ärgern und das eine oder andere Mal wertvolle Punkte im Kampf um die Final Four-Plätze in den Berliner Südwesten zu entführen. Der Kader der Gatowerinnen hat sich dabei nicht verändert.

Die Newcomer 

Für den frischen Wind in der Ligagruppe werden die Aufsteiger des GC Hamburg-Walddörfer sorgen. Das Team um Coach Christian Kirchner hat sich in seiner Zusammenstellung nicht verändert. Allerdings haben die Norddeutschen Ihr Trainings-Pensum intensiviert. Dabei betont Coach Kirchner, dass er die Schwierigkeiten nicht in der Spielstärke sieht: „Wir haben schon ordentliche Spannung. Unsere Motivation ist hoch und wir warten darauf, dass es losgeht. Spielerisch können die Mädels das. Wir wissen aber auch, dass das Golf ein anderes sein wird - einfach weil das Umfeld in der 1. Bundesliga ein anderes ist. Wir werden schauen, wie die Konkurrenz auftritt und werden uns darauf einstellen.“

Als erste Positionsbestimmung dürfen die bereits stattgefundenen Hamburger Mannschaftsmeisterschaften angesehen werden. Bei dem Turnier über vier Runden konnten sich die Walddörfer Damen unter anderem auch mit den amtierenden Deutschen Meistern aus Falkenstein messen. Am Ende ist ein zweiter Platz dabei heraus gekommen. Um diesen Stand zu erreichen, hat Kirchner mit seinem Team über den Winter hinweg ein durchgängiges Technik-Training absolviert und hat mitunter auch auf Indoor-Training zurück gegriffen. Dem vorgeschaltet war eine Biodynamik-Messung im November. Anfang April hat das Team dann eine Trainingsreise nach Portugal absolviert, um bereits möglichst früh Spielerfahrung zu bekommen. In der letzten heißen Phase vor dem Beginn der Ligasaison bauen die Ammersbeker zudem auf unterstützendes Mentaltraining.

Am 11. Mai wird sich zeigen, wo die Aufsteigerinnen stehen und ob sie aus ihrem Heimspieltag auch einen Heimvorteil ziehen können. Coach Kirchner ist jedenfalls guter Dinge: „Wenn wir unser Golf aus der letzten Saison zeigen können, dann sind wir gut unterwegs.“ Die KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi wird am Samstag planmäßig mit den Klassischen Vierern beginnen. Am Sonntag folgen dann die Einzel.

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