Wannsee legt vor - wieder einmal

1. Bundesliga Nord - Damen

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Christopher Tiess

In den Vierern des zweiten Ligaspieltags erkämpfen sich die Damen des G&LC Berlin-Wannsee eine schmale Führung und verweisen die Gastgeberinnen aus Falkenstein auf den zwischenzeitigen zweiten Platz.

Die KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi geht in ihren zweiten Spieltag und die Damen der 1. Bundesliga Nord wurden auf dem altehrwürdigen Turnierplatz des Hamburger GC Falkenstein von einem nordisch-frischen Wind in Empfang genommen. Aber trotzdem die Kulisse hier in Blankenese so einzigartig ist, fühlte sich der Tagesverlauf an wie ein Déjà-vu. Geradezu frappierend waren die Ähnlichkeiten zu den Vierern von Spieltag 1.

Wannsee-Youngster ganz stark

So kämpften der G&LC Berlin-Wannsee und der Hamburger GC wieder einmal sportlich-verbissen um die Führung in der Tageswertung. Dabei gelang es den Damen aus der Hauptstadt, zu fast jedem Zeitpunkt eine knappe Führung gegenüber den Gastgeberinnen zu behaupten. In den Reihen der Wannsee-Damen fanden sich an diesem Tag übrigens auch Linda Rademacher und Emily Krause, die sich beide aus dem hauseigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft gespielt haben. Mit ihrem Score von 74 Schlägen (+3) gaben sie eine starke Visitenkarte ab und ließen selbst routinierte Vierer-Gespanne hinter sich.

Zugmaschine der Wannsee-Damen waren zudem einmal mehr Zita Arndt und Julia Neumann. Die beiden brachten mit 70 Schlägen (-1) einen von insgesamt nur zwei Unter-Par-Scores ins Clubhaus und legten damit den Grundstein für das starke Zwischenergebnis ihres Teams. Insgesamt steht der G&LC Berlin-Wannsee bei zwei Schlägen über Par und hat sich damit abermals gute Voraussetzungen für eine erstklassige Platzierung erarbeitet.

So sieht es auch die Wannsee’er Sportdirektorin Miriam Hiller: „Wie schon beim ersten Spieltag sind unsere Damen heute mit guten Vierern in den Spieltag gestartet. Das freut mich natürlich sehr. Zita und Julia spielten die beste Runde mit -1. Und unser Youngster-Vierer mit Emily Krause und Linda Rademacher, die heute das erste bzw. zweite Mal in der DGL aufgeteet haben, haben mit +3 die drittbeste Runde des Tages gespielt. Toller Einstieg. Morgen kommen fünf Ergebnisse dazu, das macht es dann wieder spannend!“

Falkenstein mit Tuchfühlung

Die Damen des Hamburger GC konnten auf ihrer eigenen Anlage zwar stets die Fühlung zu den Berliner Damen halten, vermochten allerdings nicht, das Heft an sich zu reißen. Zu hoch waren die Scores der Paarungen Emmert-Schlender (77; +6) und Eisenbeiß-Labsch (78; +7). Der letztgenannte Score wird als Streicher gewertet. Lediglich der Vierer von Hannah-Leonie Karg und Viktoria Maria Hund hat es geschafft, mit 70 Schlägen (-1) ein Top-Ergebnis abzuliefern. Wie bereits am ersten Spieltag der Saison, geht die Mannschaft von Coach Christian Lanfermann daher mit einem Rückstand in die noch auszutragenden Einzel.

Zwar liegt die Hypothek dieses Mal bei nur drei Schlägen. Die stärkste Spielerin der Falkensteiner Damen ist an diesem Wochenende allerdings nicht dabei: Esther Henseleit war bis heute bei den Jagbar Ladies Open am Start. Zur Halbzeit dieses zweiten Saisonspieltags liegen die amtierenden Deutschen Meister bei fünf Schlägen über Par. Ob dem Hamburger GC Falkenstein also auch dieses Mal der Coup zum Tagessieg gelingt, bleibt abzuwarten.

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  • Katharina Rzepucha, Sophie Hausmann und Sophie Witt (GC Hubbelrath) beim Einspielen. (Foto: DGV/Tiess)
  • Die Damen des GC Hubbelrath sind vor dem Beginn des Spieltags guter Dinge. (Foto: DGV/Tiess)
  • Am heutigen Samstag werden die Vierer über 18 Loch ausgetragen.  (Foto: DGV/Tiess)
  • Constanze Mann (Berliner GC Gatow) beginnt den Tag. (Foto: DGV/Tiess)
  • Franziska Loye (Berliner GC Gatow) beim Wind-Test... (Foto: DGV/Tiess)
  • ...und dann beim Abschlag. (Foto: DGV/Tiess)
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Heißes Rennen um Platz drei

Im Mittelfeld der Tabelle steht die Mannschaft des Berliner GC Gatow mit neun Schlägen über Par. Das Team um Coach Joel Goodson lieferte sich mit dem GC Hamburg-Walddörfer und dem GC Hubbelrath einen engen Wettstreit um Platz drei - und ging aus diesem Messen als zwischenzeitiger Sieger hervor.

Für die Südwest-Berliner ist der Zwischenstand wertvoll, denn er gibt eine gute Ausgangsbasis für die Einzel-Runden her. Immerhin konnte Gatow aus dem ersten Saisonspieltag lediglich einen Punkt mitnehmen und steht damit auf dem letzten Platz der Ligatabelle. Für die Mission Klassenerhalt zählt also jeder Punkt.

Auf Platz vier folgt der GC Hamburg-Walddörfer mit zwölf Schlägen über Par. Die Aufsteiger stellten heute den einzigen Kader, der ohne Plus-Vorgaben auskommt. In den Vierern bleiben sie mit einem Schlag Unterschied knapp vor dem GC Hubbelrath. Die Walddörfer Damen schaffen dies durch ein konzentriertes Spiel und einen gnädig ausfallenden Streicher: das Ergebnis der Paarung Meleshkina-Cai mit +12 wurde nicht gewertet.

Hubbelrath weiter mit Vierer-Problemen

Die Hubbelrather sind - wie eigentlich immer - mit einem starken Kader angetreten. Auch auf die inzwischen aus den USA zurückgekehrte Sophie Hausmann konnte Coach Chris Webers nunmehr wieder zurückgreifen. Die längste Zeit kämpfte das Team aus dem Rheinland um den dritten Rang und behauptete sich dabei gut. Dann jedoch mussten die Mannschaft einen herben Schlag in der spät gestarteten Paarung Magnusdottir-Witt hinnehmen.

Auf Bahn 12 hat das sonst durchaus harmonisch und erfolgreich spielende Gespann bittere neun Schläge aufgesammelt. Dazu gelang es auch den beiden anderen Hubbelrather Paarungen nicht, ein gutes Ergebnis ins Clubhaus zu bringen. Und so müssen die Düsseldorferinnen mit kumuliert 13 Schlägen über Par auf dem ungeliebten fünften Platz der Tagestabelle übernachten.

Aber noch ist das Rennen um die Platzierungen offen, denn die fünf Mannschaften liegen relativ dicht zusammen. Am Sonntag, 26.5.2019, werden ab 08:00 Uhr die Einzel ausgetragen. Ganze fünf von sechs Matches pro Mannschaft finden ihren Weg in die Wertung und werden in der Tagestabelle für viel Wirbel sorgen. Die Damen spielen, wie auch heute schon, von Abschlag 1.

  • Anna Meleshkina (GC Hamburg-Walddörfer). (Foto: DGV/Tiess)
  • Selten verheißt ein solches Finish eine gute Ball-Lage: Antonia-Leonie Eberhard (GC Hubbelrath). (Foto: DGV/Tiess)
  • Jessie Cai (GC Hamburg-Walddörfer). (Foto: DGV/Tiess)
  • Anna Meleshkina zeigt an, wie der Putt läuft und... (Foto: DGV/Tiess)
  • ...Jessie Cai versenkt den Ball. (Foto: DGV/Tiess)
  • Sophie Hausmann (GC Hubbelrath). (Foto: DGV/Tiess)
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