Kopf an Kopf: Alles offen bei den Damen im Süden

1. Bundesliga Süd - Damen

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Matthias Lettenbichler

Da kündigt sich ein spannender Sonntag an: Nach den Vierern teilen in der 1. Bundesliga Süd der Damen Gastgeber Frankfurt, der GC St. Leon-Rot und das Team aus Stuttgart mit jeweils 4 über Par Rang 1. Und auch Valley und der Münchener GC sind am 2. Spieltag der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi noch keineswegs abgeschlagen.

Frankfurt – "Es ist noch nichts passiert, alle sind eng beisammen. Aber wir haben heute nicht gut gespielt - es sind in zwei Partien einfach keine Birdies gefallen!" So fasste Danny Wilde die Vierer seines Teams am zweiten Spieltag der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi zusammen. Der Trainer der Erstliga-Damen des Golfclub München Valley sah am Samstag eine im Ergebnis zwar solide 72er-Runde von Verena Gimmy und Sarina Schmidt, doch für seinen Geschmack war auch deren Scorekarte etwas zu bunt an diesem Tag: Fünf Birdies standen auf dem von dichtem Wald gesäumten Par-71-Parcours des Frankfurter Golf Clubs vier Bogeys und ein Doppelbogey gegenüber. Dazu kam schließlich eine 77 von Nina Lang und Chiara Horder in die Wertung, die ebenso Birdie-frei blieben wie Lilian Klug und Ramona Zauner bei ihrer 85. Mit gesamt 7 über Par belegt Valley damit nach den Vierern Rang 4, liegt drei Zähler hinter dem Führungstrio und zwei Schläge vor dem Münchener GC.

Der Lokalrivale brachte eine 75er-Runde von Magdalena Maier und Nicola Rössler aufs Tableau, dazu eine 76 durch Vicki Troeltsch und Katinka Mühldorfer. Mit 77 Schlägen lieferten Pia Gassner und Tanja Morant das Münchner Streichergebnis, womit das Team aus Straßlach-Dingharting Rang 5 belegt (+9). "Wir müssen dieses Jahr kämpfen", hatte Münchens neuer Coach Antonio Postiglione schon nach dem ersten Spieltag festgestellt – seine Einschätzung scheint sich zu bewahrheiten. Doch klar ist auch: München gibt sich durchaus kämpferisch! "Am Saisonziel Final Four hat sich nichts geändert", betont Co-Trainer Christian Bauer. "Wir wollen morgen ein paar Plätze gutmachen, und ich bin mir sicher, dass wir sehr gute Einzel sehen werden." Seinen Spielerinnen fehle es aktuell nur ein wenig an Vertrauen in die eigene Stärke: "Sie können alle sehr gut spielen, und ich bin mir sicher, dass sie das morgen auch wieder zeigen werden", so Bauer. 

Die äußeren Bedingungen für Turniergolf auf hohem Niveau sind ideal in Frankfurt, bei herrlichem Sommerwetter präsentiert sich der Platz in gutem Zustand, treue Grüns belohnen mutige Putts. Zahlreiche Zuschauer begleiteten die Teams am Samstag und säumten am Nachmittag das 18. Grün der malerischen Golfanlage. "Die Stimmung ist hervorragend, und wir freuen uns, dass so viele Mitglieder gekommen sind und unsere Teams anfeuern" so Frankfurts Kapitänin Annabelle Kummerant. 

Neues Frankfurter Duo Keilich/Kreuzer

Den Platz an der Spitze des Leaderboards teilen aktuell mit jeweils 4 über Par die Teams aus Stuttgart und St. Leon-Rot mit dem Frankfurter GC, Gastgeber an diesem Wochenende. Dabei sah es lange Zeit so aus, als könnten die Frankfurterinnen ihren Heimvorteil sogar noch besser nutzen: Nach neun Löchern lagen die Damen von Trainer Michael Totzke mit zwei Schlägen vorn; Katharina Keilich und Helen Tamy Kreuzer, in diesem Jahr erstmals am Start, notierten da 1 unter Par, Ava Bergner und Marie Coors lagen Level Par. Doch auf dem Weg zurück zum Clubhaus büßten Keilich/Kreuzer vier Schläge ein, Bergner/Coors unterschrieben letztlich eine 72er-Runde. Sie verbuchten damit den Tagesbestwert des Frankfurter Teams, und weil Alina Mainberger und Hannah Roßmanith ebenfalls 74 Schläge beisteuerten, unterstrich Frankfurt eindrucksvoll die Ausgeglichenheit seines Kaders. "Die Stimmung ist großartig", so Annabelle Kummerant, "wir freuen uns auf die Einzel und werden natürlich versuchen, einen Heimsieg zu landen."

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  • Der schnellste Sechser aller Zeiten: In 3:45 Stunden absolvierten Alina Mainberger und Hannah Roßmanith, Ashley Fowler und Laura Kowohl sowie Chiara Horder und Nina Lang (v.l.) ihre Vierer-Partien. Da applaudierte auch DGV-Spielleiter Dieter Rohrlack. Foto: DGV/mat - 2. DGL-Spieltag 2019 / Frankfurter GC
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Dass das kein Selbstläufer wird, ist freilich klar, zu stark präsentierte sich zuletzt St. Leon-Rot, und auch diesmal ist das Team von Coach Pascal Proske in Form: Mit einem Eagle an Bahn 17 machten Ashley Fowler und Laura Kowohl am Samstag das beste Vierer-Ergebnis perfekt, ihre 71er-Runde war die Grundlage für St. Leon-Rots geteilten 1. Platz. Celina Rosa Sattelkau und Marie Bechtold steuerten 75 Schläge bei, womit die 83er-Runde von Chiara Jetter und Natalie Wagner keine gravierenden Auswirkungen hatte. Sowohl Kowohl als auch Fowler bestritten die in diesem Jahr erste Partie für St. Leon-Rot, und sie wollen nun auch am Sonntag in den Einzeln angreifen.

In den Einzeln die gute Vierer-Leistung zu bestätigen, das wünscht sich Stuttgarts Coach Heiko Burkhard. "Wir haben sehr gute Vierer im Augenblick, aber wir sind uns natürlich im Klaren darüber, dass dieser geteilte erste Platz nur eine Momentaufnahme ist", so der PGA Golfprofessional. "Ich hoffe, wir können das morgen zusammenhalten."

Stuttgart erneut mit starken Vierern

Stuttgarts Bianca Bertsch spielte diesmal mit Jana Viviane Wünsch zusammen, beide harmonierten prächtig und unterschrieben am Ende drei Bogeys und zwei Birdies auf ihrer Scorekarte, insgesamt eine starke 72er-Runde. Katharina Anglett und Sophia Zeeb steuerten 74 Schläge bei, womit die 77er-Runde von Hanne Rieke Gerding und Caroline Zolg nicht in die Wertung kam.

Die Einzel beginnen am Sonntag um 9:15 Uhr, die Damen schlagen an Tee 1 ab.

  • Ideale Spielbedingungen, treue Grüns, große Kulisse: Der Par-71-Platz des Frankfurter GC stellte den perfekten Rahmen für den 2. DGL-Spieltag zur Verfügung. Foto: DGV/mat - 2. DGL-Spieltag 2019 / Frankfurter GC
  • Ava Bergner startete erstmals in diesem Jahr imm Vierer. Gemeinsam mit Marie Coors brachte sie eine ausgezeichnete 72er-Runde ins Clubhaus. Foto: DGV/mat - 2. DGL-Spieltag 2019 / Frankfurter GC
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