St. Leon-Rot siegt, Valley und Stuttgart holen auf

1. Bundesliga Süd - Damen

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Matthias Lettenbichler

St. Leon-Rot ist fast schon durch, Valley und Frankfurt kämpfen um das zweite Final-Four-Ticket, München und Stuttgart gegen den Abstieg. So stellt sich die Tabelle der 1. Bundesliga Süd der Damen nach dem dritten Spieltag der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi dar. Auf dem Platz des Münchener GC holte sich das Team aus St. Leon-Rot souverän den zweiten Saisonsieg.

Straßlach-Dingharting – "Da haben wir uns definitiv mehr ausgerechnet!" Antonio Postiglione, Head-Coach der Damen des Münchener GC, beschönigte nichts nach dem dritten Spieltag der KRAMSKI Deutsche Golf Liga, zu dem sein Erstliga-Team in den Münchener Golf-Club nach Straßlach-Dingharting geladen hatte. Mit 11 über Par mussten sich die Gastgeberinnen überraschend mit Rang 5 begnügen und konnten auf der eigenen Anlage nur einen Zähler aufs Haben-Konto buchen. Nach den Vierern mit 3 über Par noch aussichtsreich auf Rang 2, lief in den Einzeln nichts nach Plan und alle Konkurrentinnen zogen am Münchner Team vorbei. Mit 2 unter Par spielte Nicola Rössler noch die beste Runde des Teams, Pia Gassner kam als zweitbeste Münchnerin mit Par zurück ins Clubhaus. Doch das war bei weitem nicht gut genug. "Der Platz hat sich heute leicht gespielt, die Grüns waren schnell und treu, es gab keinen Wind aber dafür insgesamt jede Menge Runden unter Par. Wir hatten keine Anreise, es ist unser Heimatplatz - da war das einfach viel zu wenig", so Postiglione. "Es geht jetzt ums Überleben. Wir kämpfen gegen Stuttgart um Platz 4!"

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Der Klassenerhalt ist damit nun auch ganz offiziell das Saisonziel des MGC, vom Final Four träumt an der Tölzer Straße im Süden von München keiner mehr. Und dass selbst der Verbleib in Liga 1 kein Selbstläufer wird, dafür sorgten am dritten Spieltag die Damen des Stuttgarter GC Solitude. Wie gehabt, hatte das Team von Trainer Heiko Burkhard in den Viereren überzeugt und Platz 2 mit den Münchnerinnen geteilt. Erstmals aber starteten die Stuttgarterinnen dann auch in den Einzeln durch, punkteten an der Spitze effektiv mit Sophia Zeeb (-4), Aline Krauter (-3) und Jana Viviane Wünsch (-2). Das Team- Resultat von 3 unter Par in den Einzeln sorgte für insgesamt Par am dritten Spieltag, gleichbedeutend mit Rang 3 und drei Punkten für die Rangliste. Damit haben München und Stuttgart in diesem Jahr bisher jeweils fünf Zähler gesammelt, lediglich ein einziger Schlag sorgt aktuell dafür, dass München auf Platz 4 und Stuttgart an Position 5 rangiert.

Stuttgarts Sondertraining zahlt sich aus

"Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass meine Spielerinnen mit einem Ergebnis unter Par aus den Einzeln rauskommen", so Stuttgarts Coach Heiko Burkhard. "Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Ergebnis und stolz auf meine Mädchen!" Geheimnis des Erfolgs: Intensives Training! "Wir haben einige Spezial-Trainingseinheiten eingelegt, außerdem gab es die klare Aufforderung an alle in Team, mehr zu spielen. Das hat sich direkt augezahlt", so der Coach und PGA Golfprofessional.

Beinahe wäre es sogar Rang 2 geworden in München, denn nur ein Schlag trennte Stuttgart am Ende vom Team des Golfclub München Valley. Im Kader des Aufsteigers sorgte Sarina Schmidt mit einer brillanten 66er-Runde, sechs unter Par, für das beste Resultat des gesamten Wochenendes. Und weil Lilian Klug eine starke 70er-Runde beisteuerte und sowohl Chiara Horder als auch Nina Lang und Verena Gimmy Par-Runden ins Clubhaus brachten, konnte Valley mit 8 unter Par das schwache Vierer-Ergebnis von sieben über Par ausgleichen und sich mit gesamt 1 unter Par den zweiten Gesamtrang sichern. "Wir sind mega happy mit dem zweiten Platz", so Valleys Coach Danny Wilde. "Wir haben immer noch nicht das gespielt, was wir können, aber eine so tiefe Runde wie die von Sarina hilft natürlich enorm. Auf so ein Ergebnis hofft man als Coach!"

Insbesondere das Putten hatte Wilde zuletzt trainieren lassen, Sonderschichten auf dem Grün angeordnet und geleitet und zwei Forderungen aufgestellt: "Ich habe den Mädchen gesagt, dass sie auf dem Grün viel fokussierter sein müssen, und dass sie sich während der Runde gegenseitig pushen sollen." Maßnahmen, die Wirkung gezeigt haben, und die den Aufsteiger Valley mit nun elf Punkten auf den zweiten Tabellenplatz hieven. Entscheidenden Anteil daran hatte im Münchener GC Sarina Schmidt. Valleys stärkste Spielerin unterschrieb nach ihrem Einzel eine fehlerfreie 66er-Runde, lochte sechsmal zum Birdie ein und stellte ihre persönliche Bestmarke ein. "Ich habe heute echt gut gespielt, 18 Grüns getroffen und alle Birdiechancen genutzt", so die 20-Jährige. "Heute war ein Traumtag! Es waren sogar noch ein oder zwei Birdies mehr drin, und ich hätte meine persönliche Bestmarke gerne weiter verbessert, aber natürlich bin ich sehr glücklich." Insbesondere am Putten hatte sie in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet und zuletzt stets Top-Resultate auf ihren Scorekarten unterschrieben.

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  • Mit gesamt 8 unter Par machten die Damen des GC St. Leon-Rot ihren zweiten Saisonsieg perfekt. Die Süd-Tabelle führen sie nun mit 14 Punkten souverän an. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Pascal Proske, Coach der Damen des St. Leon-Rot, änderte seine Coaching-Routine am Spieltag und begleitete seine Spielerinnen von Beginn an. Hier unterstützt er Laura Kowohl. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Auch Marie Bechtold bekam auf der Runde Unterstützung von SLR-Headcoach Pascal Proske. Sie brachte eine gute 74er-Runde ins Clubhaus. Dass das das Streichergebnis der Kraichgauerinnen war, sagt viel über die Stärke des Kaders aus! Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • SLR-Teamwork: Auch mit Paula Schulz-Hanßen war Trainer Pascal Proske einige Löcher lang unterwegs. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Gleich zum Auftakt der Einzel widmete Pascal Proske seine Coaching-Expertise seiner Top-Spielerin Leonie Harm. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Power vom Tee: Leonie Harm erzielte mit einer 69er-Runde das zweitbeste Ergebnis für St. leon-Rot. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
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68er-Runden von Sophia Zeeb und Ava Bergner

Valley rangiert nun mit elf Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz, gefolgt von Frankfurt auf Rang 3. Das Team von Coach Michael Totzke, in München als Titelverteidiger angereist, hatte nach den Vierern überraschend nur Platz 5 belegt und konnte sich auch in den Einzeln nicht entscheidend verbessern und keine erfolgreiche Aufholjagd umsetzen. Zwar brachten Helen Tamy Kreuzer und Ava Bergner jeweils sehr starke 68er-Runden ins Clubhaus, und Marie Coors und Katharina Johanna Keilich bildeten mit -2 und +2 ein eigentlich mehr als solides Mittelfeld. Doch nachdem Bérénice Bronner mit einer 82er-Runde für das Frankfurter Streichergebnis sorgte, kam die 80er-Runde von Tessa Kremser in die Wertung und Frankfurt nur mit gesamt Par aus den Einzeln.

Das Team von Trainer Michael Totzke liegt nun mit zehn Punkten in der Tabelle einen Zähler hinter Valley auf Rang 3, und beide Teams haben beste Chancen, in diesem Jahr das Final Four zu erreichen. Unangefochten an der Spitze: Die Spielerinnen des GC St. Leon-Rot. Mit dem zweiten Tagessieg unterstrichen die Damen von Trainer Pascal Proske in München einmal mehr die Geschlossenheit des Kaders. Laura Kowohl (-4), Leonie Harm (-3), Paula Schulz-Hanßen (-2) und Ashley Fowler (-1) spielten allesamt unter Par. Danielle Modder und Marie Bechtold unterschrieben jeweils 74 Schläge auf ihrer Scorekarte. Damit kam für die Kraichgauerinnen gesamt 8 unter Par in die Wertung, gleichbedeutend mit dem zweiten Saisonsieg. "Alle waren extrem gut heute, ich kann wirklich gar niemanden hervorheben", so Pascal Proske. Nachdem sein Team zuletzt in Frankfurt etwas müde und schwerfällig in die Einzel gestartet war, änderte er diesmal sein Coaching, begleitete von Beginn an alle seine Spielerinnen einige Bahnen lang und motivierte sie entsprechend. "Ich wollte, dass wir ein bisschen energiegeladener starten. Das hat gut geklappt, und dann konnten wir auf diesem schönen Golfplatz mit seinen sehr guten und treuen Grüns auch die entsprechenden Ergebnisse erzielen."

St. Leon-Rot auf dem Weg ins Final Four

Mit 14 von 15 möglichen Punkten hat St. Leon-Rot das Final-Four-Ticket so gut wie gelöst und kann schon am 20. und 21. Juli im GC München Valley den Einzug ins große Final-Turnier der Saison 2019 perfekt machen, das am 10. und 11. August in Gut Kaden stattfinden wird. "Wir kennen den Platz in Valley nicht und freuen uns sehr darauf, dort zu spielen", so Proske. Ein Trainer-Scout war jedenfalls schon vor einigen Wochen ins bayerische Voralpenland gereist, hat die Anlage inspiziert und anschließend nur Gutes berichtet. Proske: "Wir fahren mit gespannter Vorfreude dorthin!"

Das haben die Damen des GC St. Leon-Rot übrigens mit dem Stuttgarter Team gemeinsam: Vor wenigen Jahren feierten die Damen des Stuttgarter GC Solitude in Valley den Aufstieg in Liga 1, und Coach Heiko Burkhard hat beste Erinnerungen an den Platz: "Wir fahren dort sehr gerne und mit vielen guten Erinnerungen hin. Der Platz liegt uns, wir haben dort im Frühjahr ein Trainingslager absolviert, und wir wollen in Valley den Grundstein für den Klassenerhalt legen." Den Deckel auf den sportlichen Verbleib in Liga 1 will er dann am 3. und 4. August beim Saisonfinale vor eigenem Publikum drauf machen, denn Burkhard ist sicher: Auf dem eigenen Platz spielen wir immer stark." Allerdings: Auch die Münchnerinnen kennen den Platz in Valley bestens, haben etliche Runden dort absolviert und wollen natürlich ihrerseits die Chance wahren, in diesem Jahr zumindest die Klasse zu halten.

Es bleibt also spannend in Liga 1 der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi, zumal Aufsteiger Valley am nächsten Spieltag natürlich den ersten Tagessieg feiern und Frankfurt auf Distanz halten möchte.

  • Mit 74 Schlägen trug Professional Katharina Johanna Keilich zum Einzel-Resultat des Frankfurter GC bei. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Katharina Johanna Keilich (Frankfurter GC). Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Sie geht den Weg auf die Tour: Katharina Johanna Keilich, die in München erstmals im Status eines Professionals für Frankfurt an den Start ging. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Frankfurts Katharina Johanna Keilich. Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Konzentriert am Tee: Tamy Helen Kreuzer (Frankfurter GC). Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
  • Foto: DGV/mat - 3. DGL-Spieltag 2019 / Münchener GC
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