„Jeder wird sein Bestes geben.“

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Felix Naumann

Am Rande eines studentischen Golfturniers in Köln erzählen Ilka, Moritz, Leo und Martin, wie sie Studium und Golf unter einen Hut bringen und worauf Sie sich in dieser Saison besonders freuen.

Ilka Reimers, 20, studiert Medizin an der Charité und spielt für den G&LC Berlin-Wannsee in der 1. Bundesliga Nord.

Moritz Meißner, 30, studiert Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für angewandtes Management Erding und spielt für den C&CC Seddiner See in der Regionalliga.

Leo Wilke, 22, studiert Betriebswirtschaftslehre an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und spielt für den GC Ingolstadt in der Landesliga.

Martin Seidenberg, 22, studiert Maschinenbau an der RWTH Aachen und spielt für den GC Mergelhof in der Regionalliga.



Martin Seidenberg, GC Mergelhof: Der Klassenerhalt wäre super.

Freut ihr euch auf die DGL?

Ilka: Natürlich freue ich mich. Am meisten freue ich mich darauf, mit meiner Mannschaft unterwegs zu sein.

Martin: Auf jeden Fall. Ich bin ja noch recht hoch vom Handicap und rutsche jetzt gerade erst in das Team hinein. Wir werden uns dieses Jahr auch sehr schwer tun die Klasse zu halten, aber ich sehe das einfach als lehrreiche Erfahrung. Das neue Format ist sicherlich interessant, da es über mehrere Spieltage entschieden wird. Damit ist das Ergebnis nicht mehr so von der Tagesform abhängig.

Ilka: Es wird aber durch die fünf Spieltage auf jeden Fall auch schwerer zu organisieren sein.

Moritz: Ich bin da ein bisschen zwiegespalten. Ich spiele ja schon seit dem ich 14 der 15 bin in der Liga, und ich habe mich immer besonders darauf gefreut, dass Lochspiel gespielt wird. Das ist jetzt das erste Jahr wo das wegfällt, und das finde ich ein bisschen schade. Ansonsten ist es schön, dass man mehrere Veranstaltungen hat, mehrere Mannschaftsspiele, wo man sich mit anderen messen kann und auch verschiedene Plätze spielt. Und je höher man in der Liga kommt, desto besser werden in der Regel auch die Plätze. Das finde ich schon ganz positiv. Aber es wird, wie Ilka schon gesagt hat, ziemlich schwer, das so zu organisieren, dass man immer seine Topspieler vor Ort hat. Bisher hatte man ein Turnier, da hat man gesagt: Wenn ihr bei uns Mannschaft spielt, dann seid ihr da. Jetzt haben wir fünf Spieltage, und da kann man nicht immer jemanden einfliegen lassen, der in den USA studiert oder sonst wo in der Welt unterwegs ist. Das wird dann schon schwieriger.

Leo: Ja, ich freue mich auf jeden Fall. Aber ich sehe das so wie Moritz: Es ist ein bisschen traurig, dass die Lochspiele wegfallen. Auf der anderen Seite sind die Teams größer geworden und ich freue mich auch darauf, auswärts zu spielen. Zumal wir in der Landesliga nicht so lange Anreisen haben.



Ilka Reimers, G&LC Berlin-Wannsee: Alles ist möglich.

Was sind die sportlichen Ziele für euch und eure Mannschaft in der kommenden Saison?

Moritz: Das ist ganz klar, wir wollen in die 2. Bundesliga aufsteigen. Letztes Jahr sind wir von der Oberliga in die Regionalliga aufgestiegen, sind dieses Jahr relativ stark vertreten, haben mehrere Plushandicaps im Team, das können wir also schaffen.

Ilka: Wir versuchen einfach unser Bestes zu geben und sagen: Alles ist möglich.

Alles beinhaltet aber auch den Abstieg?

Ilka: Ja, aber auch den Titel.

Martin: Unser Team befindet sich gerade im Umbruch. Wir haben viele gute Spieler verloren und das neue Format kommt uns nicht unbedingt entgegen. Im Lochspiel hat man schon eher mal Chancen, sein Handicap irgendwie auszugleichen. Vor zwei Jahren ist die Mannschaft gegen den GC Hummelbachaue aufgestiegen, die werden von Günter Kessler trainiert. Im Lochspiel war das drin. Die hatten Spieler mit Plushandicaps, unser Bester war -1,2 oder so. Deswegen ist es unser Ziel, einfach alles mitzunehmen was wir kriegen können. Der Klassenerhalt wäre super, aber das wird ganz schwer für uns.

Leo: In erster Linie sicher Klassenerhalt, wenn es gut läuft auch der Aufstieg. Und ich persönlich will natürlich immer besser werden.

Bereitet ihr euch besonders auf den Start der KRAMSKI DGL vor?

Martin: Ich versuche so viel zu trainieren wie ich es im Moment kann. Ich bin jetzt gerade im Semester und habe keine Veranstaltungen bei denen Anwesenheitspflicht besteht, deswegen kann ich relativ viel auf dem Golfplatz sein, was ganz gut ist. (lacht) Außerdem haben wir das Glück, dass wir ein Golfclub sind, der in zwei Ländern aktiv ist, in Belgien und in Deutschland. Und da wir unsere belgischen Spieltage gerade schon haben, gehen wir nicht völlig kalt in die Saison.

Ilka: Nur insofern, dass ich versuche bei allen Spielen dabei zu sein. Also unitechnisch, was ich mir freinehmen kann. Sonst wie immer.

Das Besondere ist bei dir also die Organisation?

Ilka: Genau.



Moritz Meißner, G&CC Seddiner See: Bei mir ist dieses Jahr viel Potential nach oben.

Moritz: Ich habe mich so vorbereitet, dass ich diesen Winter das erste Mal seit zehn Jahren wieder wirklich regelmäßig Golf trainieren konnte. Dadurch, dass ich davor bei der Bundeswehr war und fern der Heimat, musste ich halt für mich selbst trainieren wenn überhaupt. Da habe ich mir dann immer einen Club in der Nähe meines Standortes gesucht. Jetzt trainiere ich wieder in meinem Heimatclub. In Berlin gibt es auch Indoor-Abschlagplätze, wo man für 10 EUR so viele Bälle schlagen kann wie man will. Einmal die Woche haben wir Wintertraining, wo man aus einer beheizten Box heraus schlagen kann. Deswegen ist bei mir dieses Jahr viel Potential nach oben.

Leo: Wir hatten jetzt im Winter zweimal im Monat Hallentraining mit Flightscope und Simulatoren, sonst eigentlich nur Unigolftour hier und dort.

Wie kriegst du Golf und Studium eigentlich unter einen Hut? Passt das einfach?

Ilka: Nein, das passt eigentlich gar nicht. (lacht) Ich muss da schon relativ strukturiert meinen Zeitplan haben damit ich das alles unter Dach und Fach bekomme. Ich muss auch viel von mir selbst aus machen, wenn ich es mal nicht zum Mannschaftstraining schaffe.

Moritz: Bei mir ist es absolut unproblematisch, da ich momentan ja schon mein zweites Studium absolviere, und das ist ein Fernstudium. Ich kann mir meine Zeit also flexibel einteilen.

Leo: In den Klausurphasen ist Golf natürlich absolut tabu. Ansonsten kann ich mir die Zeit halt einteilen.

Martin: Bei mir ist das ähnlich wie bei Leo. In den Klausurphasen, also Ende Februar bis Anfang April und Ende Juli bis Mitte September, ist bei mir nichts mit Golf. Vielleicht einmal in der Woche trainieren, aber großartig 18-Loch-Runden spielen ist da nicht. Aber während des Semesters haben wir halt keine Anwesenheitspflicht, und da kann man dann schon mal den einen oder anderen Tag auf dem Golfplatz verbringen.

Wie ist bei euch die Stimmung in der Mannschaft, so kurz vor dem Start?

Leo: Bei uns sind alle motiviert, heiß und freuen sich darauf.

Martin: Wir werden um jeden Ball und um jeden Mann kämpfen und alles versuchen. Es wird schwer, aber ich freue mich auf jeden Fall wenn es los geht.

Moritz: Wir sind alle heiß. Wir haben dieses Jahr einen stark vergrößerten Kader von 16 Spielern. Da nur acht Spieler spielen, ist es ein viel schwierigerer Kampf, aufgestellt zu werden. Jeder wird sein Bestes geben.

Ilka: Wir sind auch guter Stimmung. Unsere Mannschaft hat ja eine sehr große Altersspanne, von 14 Jahren bis in den Seniorenbereich ist alles dabei, und eine Spielerin ist gerade Mutter geworden. Wir sind einfach nur zufrieden und freuen uns.

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