„Das macht schon Spaß.“

Regionalliga, Oberliga

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Felix Naumann

Heimspiel, Auswärtsspiel, fünf Punkte für jedes der beiden Teams: Für den Thüringer GC begann die KRAMSKI Deutsche Golf Liga (DGL) nahezu perfekt.

Der Thüringer GC liegt zwischen Erfurt und Eisenach, nördlich vom Thüringer Wald. Etwa 550 Mitglieder hat der Club, sowohl Damen- als auch Herrenmannschaft spielen in der KRAMSKI DGL. Die Damen waren am ersten Spieltag im Kiawah GC Riedstadt zu Gast und holten in der Oberliga Mitte 2 gleich fünf Punkte. Die Herren hatten ihre Gegner aus der Regionalliga Mitte 1 auf dem eigenen Platz zu Gast und kamen ebenfalls mit fünf Punkten aus der Begegnung.

„Wir waren am Ball natürlich etwas sicherer“, erzählt Daniel Eckert, Kapitän der Herrenmannschaft, der sich über den Erfolg seines Teams sehr freut. „Man kennt den Platz. Wo die Wettbewerber mit dem Eisen abschlagen, haben wir den Driver spielen können, weil wir halt wissen, dass da vorne alles frei ist.“ Solide 20 Schläge Vorsprung hatte die Mannschaft am Ende. „Aber wir haben ja auch noch vier Auswärtsspiele, die Mitstreiter werden diesen Vorteil also auch noch einmal genießen können.“

Im Training ist die Mannschaft ein Stück weit geteilt. „Vier der Spieler sind am Sportgymnasium in Erfurt und haben dort auch Golf als Unterrichtsfach“, sagt Eckert. „Die bekommen natürlich sensationell viel Training im Jahr. Die anderen sind berufstätig oder studieren. Sie werden zwar umfangreich durch unseren Trainer Marcus Brembach unterstützt, aber sie müssen eben auch viel alleine arbeiten.“

„Es war viel entspannter als bisher.“
–Corinna Wulf


Vom starken Ergebnis dieser Vorbereitungen konnten sich die Zuschauer am Sonntag dann selbst ein Bild machen. Der Heimspieltag hatte sich im Club gut herumgesprochen, allerdings wollte das Wetter nicht so richtig mitspielen. „Natürlich ist es schade wenn es regnet, dann traut sich der eine oder andere nicht raus“, bedauert Eckert. Trotzdem wurde der erste Auftritt der Mannschaft in der KRAMSKI DGL genau beobachtet, nämlich online. „Ich habe nach der Begegnung viele Anrufe von Mitgliedern bekommen, die uns beglückwünscht haben. Sogar der Sportwart vom Landesgolfverband hat angerufen. Das macht dann schon Spaß.“

Zeitgleich waren die Damen zu Gast im Kiawah GC Riedstadt. Auch ohne Heimvorteil konnten sie ihre Begegnung deutlich für sich entscheiden. 15 Schläge Vorsprung hatten sie auf den zweiten Platz, fünf Punkte brachten sie mit aus der Begegnung. „Es war viel entspannter als bisher“, sagt Corinna Wulf, Präsidentin des Thüringer GC und gleichzeitig Mitglied der Damenmannschaft, glücklich. „Wenn du nur an einem Tag spielst, dann ist der Konkurrenzkampf viel größer und die Stimmung angespannter.“ Den Eindruck bestätigt Eckert. „Das Tolle an dem Ligasystem ist halt, wenn an einem Spieltag mal ein, zwei Spieler ihre Leistung nicht bringen, dann lässt sich das eher verschmerzen, als wenn davon jetzt alles abhängig gewesen wäre.“

Besonders gefreut hat sich Wulf über die großzügige Geste einer der Gegnerinnen während des Wettbewerbs. „Sie spielt für den Club, in dem wir am zweiten Spieltag zu Gast sind. Sie hat sofort gesagt: ‚Ruft mich an wenn ihr eine Proberunde spielt, dann gehe ich mit euch über den Platz.’ Das zeigt, wie herzlich und nett der Umgang miteinander ist.“

Am zweiten Spieltag, Sonntag, 2. Juni 2013, geht es für die Damen des Thüringer GC in den GC Taunus Weilrod. Dort will die Mannschaft wieder eine saubere Leistung zeigen und dafür sorgen, dass man möglichst früh den Klassenerhalt sichern kann. „Es wäre natürlich ein Traum, wenn die Mannschaft aufsteigen würde, aber wir müssen mal gucken“, sagt Wulf.

Die Herren fahren in den GC Bonn-Godesberg. Nach einer bewegten Historie (2009 in die Oberliga aufgestiegen, 2010 in die Regionalliga aufgestiegen, 2011 in die Oberliga abgestiegen, 2012 wieder in die Regionalliga aufgestiegen) und einem sehr guten Auftakt in die erste Saison der KRAMSKI DGL sagt Eckert auf die Frage, was denn für dieses Jahr das Ziel sei: „Ich hoffe 2. Bundesliga.“ Der Grundstein ist gelegt.

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