Düsseldorfer GC wieder erstklassig

1. Bundesliga Nord - Damen

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Christopher Tiess

Im Relegationsspiel um den Aufstiegsplatz zur 1. Bundesliga Nord der Damen setzt sich der Düsseldorfer GC mit 7,0:2,0 gegen den GC Hannover durch und spielt erstmals seit 2015 wieder im Oberhaus der KRAMSKI DGL.

Genau eine Woche nach dem Final Four der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi, trafen am 18. August 2019 die beiden erstplatzierten Mannschaften der 2. Bundesliga Nord und West aufeinander, um den Aufstiegsplatz zur 1. Bundesliga Nord der Damen untereinander auszuspielen. In der Ligagruppe West war es der Düsseldorfer GC, der sich mit vier Tagessiegen und insgesamt 24 Ligapunkten äußerst souverän für dieses Play-Off qualifiziert hat. In der Ligagruppe Nord hingegen ging es deutlich spannender zu. Hier war es die Mannschaft des GC Hannover, die sich am Ende gegen den Club zur Vahr durchsetzen konnte und mit 22 Ligapunkten in die Aufstiegsrelegation einzog.

Hannover mit unglücklichem Finish

Die Relegation wird - angelehnt an das Final Four - im Lochspielmodus ausgetragen. Es werden drei Vierer sowie sechs Einzel ausgespielt, in denen insgesamt neun Punkte vergeben werden. Wer fünf oder mehr dieser Punkte für sich erkämpft, geht als Sieger aus der Relegation hervor und zieht als Aufsteiger in die 1. Bundesliga Nord der Damen ein. Die Düsseldorfer kennen diesen Modus bereits - denn nach ihrem Abstieg in der Saison 2015 waren sie schon in den Jahren 2016 und 2018 in der Relegation vertreten. Allerdings unterlagen sie dort beide Male.

Dies sollte sich in der diesjährigen Auflage ändern - und zwar ziemlich deutlich. Dabei sah das Kräfteverhältnis am Vormittag noch sehr ausgeglichen aus. Jedes der beiden Teams konnte mit einem 3&2 einen Vierer für sich entscheiden. Und die als erste Partie gestartete Spielpaarung Stergiou/Flamme (GC Hannover) vs. Knötsch/Maschong (Düsseldorfer GC) sollte geteilt werden. Dabei sollte gerade dieser geteilte Punkt zu einem vielleicht sogar entscheidenden Erfolg für die Rheinländer Damen werden. Denn die beiden routinierten Hannoveraner Spielerinnen lagen 3auf und gingen Dormie auf Bahn 16. Ein kleines Sportwunder, dass Knötsch und Maschong diese Partie noch ausgleichen konnten.

Düsseldorf überzeugt in den Einzeln

Mit diesem moralischen Boost gingen die Düsseldorfer in die Einzelpartien - und ließen hier keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie in ihrem dritten Anlauf endlich wieder in das Oberhaus der KRAMSKI Deutschen Golf Liga einziehen wollen. So sicherte die früh gestartete Franziska Knötsch (Düsseldorfer GC) ihren Punkt gegen Bonnie Flamme (GC Hannover) mit einem überzeugenden 4&3. Die beiden folgenden Partien wurden auf dem letzten Grün entschieden: Anna Marie Hommel Döring (Düsseldorfer GC) sicherte ihren Punkt per 1auf gegen Marleen Freitag (GC Hannover). Und auch Lisa-Kathrin Rübenkamp Hoff (Düsseldorfer GC) kam mit einem 1auf gegen Finja Wietschorke (GC Hannover) vom Platz.

Anna Lina Otten (Düsseldorfer GC) erspielte ein 2&1 gegen Eva Lilly Bolte (GC Hannover). Und die erfahrene Ex-Nationalspielerin Thea Hoffmeister (Düsseldorfer GC) notierte gegen Leonie Riethmüller (GC Hannover) ein deutliches 6&5. Lediglich Larissa-Roxana Stergiou (GC Hannover), die ihr Vierer-Match am Vormittag so unglücklich hatte teilen müssen, gelang es, den Düsseldorfern einen halben Punkt abzunehmen. Sie spielte gegen Wiebke Schlender (Düsseldorfer GC) 0,5:0,5. Für Jochen Kupitz, den Trainer des Düsseldorfer GC, fühlt sich der endlich erfolgreiche Aufstieg richtig gut an.

Kontinuität als Eckpfeiler

Er resümiert: „Das war heute ein sehr cooles Match. Entscheidend war heute sicherlich, dass Franziska Knötsch und Hannah Maschong ihren Vierer trotz 3unter und Dormie noch teilen konnten. Am Nachmittag war die Mannschaft von Beginn an voll da - da bin ich stolz drauf. Und wir sind sehr glücklich, den Aufstieg jetzt im dritten Anlauf geschafft zu haben.“ Mit Blick auf die neue Saison sagt Kupitz: „Wir werden versuchen, uns intensiv vorzubereiten und auch eine Trainingsreise durchzuführen. In unserem Kader setzen wir insgesamt auf Kontinuität. Die Mannschaft hat sich die 1. Bundesliga hart erarbeitet und unsere aktuellen Spielerinnen haben es sich wirklich verdient, die nächste Saison zu spielen.“

In der kommenden Erstliga-Saison treffen die Düsseldorfer Damen auf ihre Stadtnachbarinnen von GC Hubbelrath sowie auf die Mannschaften des Hamburger GC Falkenstein, G&LC Berlin-Wannsee und Berliner GC Gatow, auf dessen Platz die Relegation auch stattgefunden hat.

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