Gastgeber Stuttgart bringt sich in Stellung

1. Bundesliga Süd Herren

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Thomas Kirmaier

Der Stuttgarter GC Solitude nutzt zum Auftakt des dritten Spieltages der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf seinen Heimvorteil und führt nach einem heißen Samstag mit gesamt -4 vor dem GC St. Leon-Rot (+6). Aufsteiger München liegt gleichauf mit dem GC Mannheim-Viernheim (jeweils +23).

Mönsheim - Das Leben ist bunt. Einfarbig ist was für Langweiler. Oder? Wer Farbe ins Spiel bringt, hat mehr Spaß. Beim Golf kann das gut oder schlecht sein, wenn die Scorekarte hübsch bunt ist. Bei Benedikt Thalmayr war zum Auftakt des dritten Spieltages der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf so gut wie alles dabei. Mit seinem Stuttgarter GC Solitude möchte er unbedingt den Heimvorteil nutzen und sich zurückmelden im Kampf um die Final-Four-Tickets. Thalmayr startete in sein Einzel am Samstag mit zwei frühen Triple-Bogeys, bügelte die Verluste mit Birdies und zwei Eagles jedoch wieder aus. Bei ihm war Tag eins auf jeden Fall bunt. Er rettete eine 75 (+3) ins Clubhaus. Alles kein Beinbruch.

„Bis jetzt hat noch niemand seinen Heimspieltag gewinnen können. Also müssen wir das eben jetzt machen“, erklärte Stuttgarts Coach Peter Wolfenstetter vor dem ersten Drive. Wäre von Vorteil, denn andernfalls würden sich die favorisierten Teams aus St. Leon-Rot und Mannheim-Viernheim in der 1. Bundesliga Süd der Herren vorne absetzen. Nicht mit Stuttgart. Bei hochsommerlichen Temperaturen über der 30-Grad-Marke setzten die Schwaben am Samstag den Fuß in die Tür; sie führen nach den Einzeln am Vor- und Vierern am Nachmittag mit gesamt -4 vor Team SLR (+6). Der GC Mannheim-Viernheim teilt Rang drei mit Aufsteiger München (jeweils +23). Erneut abgeschlagen die Kellerkinder aus Herzogenaurach (+73).

Es war nicht nur bunt, sondern auch kuschelig-warm im Stuttgarter GC Solitude, der den Herren der 1. Bundesliga Süd eine etwas andere Wiese als sonst präsentiert. Klar, wie immer top gepflegt, aber mit einem neuen Wasserhindernis vor Grün 18. „Dieser See wird die Spieler einiges an Überwindung kosten, mit dem Zweiten aufs Grün zu schlagen. Und ich wage zu behaupten, dass die 18 den Spieltag entscheiden wird“, prophezeit Solitude-Geschäftsführer Simon Schmugge. Entschieden ist noch nix, aber der dritte Spieltag wird mit dem Finale am Sonntag schon die eine oder andere Vorentscheidung bringen.

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  • Blick über Bahn eins Richtung Clubhaus des Stuttgarter GC Solitude. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • Erstmals für den GC Mannheim-Viernheim am Start: Routinier Mark Gardiner stieß in den Vierern zu seinem Team. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • 68: Daniel Schmieding, Bayerischer Meister aus dem Münchener GC, spielte die beste Einzelrunde. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • Der Mann weiß, wo
  • Erste Gruppe morgens im Einzel: Stuttgarts Alexander Herrmann (2.v.r.) mit Kapitän Ingmar Peitz (r.) und Marnick Modder (2.v.l.) vom Team SLR mit Caddie Constantin Unger. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • Heimspiel für den mehrfachen Stuttgarter Clubmeister Jonas Kugel. (Foto: DGV/Kirmaier)
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Zum Beispiel die, dass der GC Herzogenaurach definitiv den Gang in Liga zwei antreten muss. Nach dem Umbruch in der Mannschaft war den Verantwortlichen, die in den vergangenen Tagen noch mit ihrem Star Matthias Schmid bei den U.S. Open mitgefiebert hatten, die Ausgangslage eigentlich schon vorher klar. Aber man möchte sich möglichst teuer verkaufen, um die vorderen Teams Mitte Juli zu Hause dann vielleicht doch noch etwas ärgern zu können.

Dass Aufsteiger München nach dem Samstag noch gut dabei ist, liegt vor allem an Daniel Schmieding. Der frisch gebackene Bayerische Meister unterschrieb am Vormittag eine 68 (-4) und damit die sauberste Scorekarte. „Ich war eigentlich schon ziemlich platt von der Einspielrunde, aber mit dem Score bin ich zufrieden. Vielleicht lag's auch daran, dass ich so einen netten Spielpartner hatte“, so Schmieding. Auch sein MGC-Teamkollege Tim Wiedemeyer blieb unter Par; München schnuppert - auch nach den Vierern am Nachmittag - wieder an den vorderen Rängen, was aber auch damit zu tun hat, dass der GC Mannheim-Viernheim zum Auftakt des dritten DGL-Spieltages schwächelt.

Das wollen die Seahawks des Trainergespanns Ted Long und Florian Fritsch am Sonntag sicher besser machen. Dann steht ab 8.30 Uhr eine weitere Einzelrunde an und man darf gespannt sein, wie Gastgeber Stuttgart mit dem Heimvorteil zurecht kommt. Und ob das neue Wasser vor dem 18. Grün wirklich der Ort der Entscheidung sein wird. Es bleibt spannend – und Farbe wird ganz sicher auch wieder eine Menge dabei sein. Am Samstagabend waren es Schwarz-Rot-Gold, denn die Clubterrasse war voll mit golfenden Fußballfans, die Jogis Jungs die Daumen drückten.

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