Hamburg auf Siegkurs

1. Bundesliga Nord Herren

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Christopher Tiess

Der Auftakt des dritten Spieltags wird von starken Falkensteinern bestimmt. Frankfurt liegt nach einer turbulenten Aufholjagd auf Rang zwei. Die beste Einzelrunde spielt Jannik de Bruyn mit 65 Schlägen.

Hösel. Der dritte Spieltag der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf begann mit einem ausgewachsenen Hitzebad. Ausgerechnet die Herren des Hamburger GC kamen mit dieser Wetterlage am besten zurecht. Immerhin: hochmotiviert reisten die amtierenden Deutschen Meister ins Rheinland, um den verpatzten Saisonstart wieder wett zu machen. Und genau dafür haben sie an diesem Turniertag den Grundstein gelegt.

Bereits in den Einzeln zeigten die Falkensteiner ihre sportiven Krallen und trumpften mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf: das höchste gewertete Einzelergebnis liegt bei einem Schlag über Par. Nach den Einzeln kamen die Hamburger mit 14 Zählern unter Par zurück ins Clubhaus. Herausragend war dabei Connor Engelmohr mit fünf Schlägen unter Par. Und auch die Vierer liefen mit einem kombinierten Ergebnis von Sechs unter Par ganz im Sinne der Hamburger, sodass am Ende des Tages eine stolze -20 zu verbuchen war.

Coach Matthias Boje resümiert mit starkem Hang zum Understatement: „Wir hatten uns ja schon in Frankfurt mehr vorgenommen. Wir haben seitdem intensiv an uns gearbeitet und heute alles umgesetzt. Und morgen werden wir im gesamten Team versuchen, dasselbe nochmal zu schaffen. Der Platz lässt bei den Bedingungen tiefe Scores zu. Es ergeben sich Chancen und die konnten wir heute nutzen - und zwar als gesamte Mannschaft.“

Frankfurter Kampf zahlt sich aus

Um den zweiten Rang wurde im gesamten Tagesverlauf hart gekämpft. Sowohl der GC Hubbelrath als auch der Frankfurter GC meldeten ihre Ansprüche an. Dabei hatten die Herren vom Main zunächst an Boden verloren und spielten sich erst im Verlauf des sehr warmen Tages zurück, während die Düsseldorfer letztendlich noch auf Platz vier abrutschten.

Der Frankfurter GC seinerseits konnte das endgültige Mannschaftsergebnis der ersten Einzelrunde mit guten Endspurts korrigieren. Herausragend war dabei Malte von Blankenfeld, der die letzten drei Bahnen mit Eagle-Birdie-Eagle abschloss. In den Vierern knüpfte das Team um Coach Jan Förster an dieses Momentum an und spielte mit neun Schlägen unter Par den besten Vierer-Team-Score der Ligagruppe. Den entscheidenden morgigen Tag beginnen die Frankfurter nun bei -11 Schlägen auf Platz zwei.

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  • Connor Engelmohr vom Hamburger GC (Foto: DGV/ Tiess)
  • Nils Dobrunz vom G&LC Berlin-Wannsee (Foto: DGV/ Tiess)
  • Peer Wernicke vom GC Hubbelrath (Foto: DGV/ Tiess)
  • Tim Tillmans vom GC Hösel (Foto: DGV/ Tiess)
  • Nägel mit Köpfen: der GC Hösel hat auf dem Turnierplatz eine Tribüne aufbauen lassen. (Foto: DGV/ Tiess)
  • Stefan Wiedergrün vom Frankfurter GC (Foto: DGV/ Tiess)
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Förster fasst das Geschehen zusammen: „Es war natürlich ein toller Tag - gerade nach dem schwierigen Start. Alle Jungs haben nach hinten raus Schläge gewonnen. Es ist ein gutes Team und die Jungs stehen eng beieinander. Heute haben sie sich für ihre harte Arbeit belohnt und ich denke, wir stehen verdient bei Elf unter.“

Gastgeber mit starken Vierern

Die Gastgeber finden sich nach zwei von drei Turnierrunden auf dem dritten Rang wieder - und das dürfen sie durchaus als Erfolg sehen. Denn die Einzeln absolvierten die Hausherren mit kumulierten drei Schlägen über Par nicht allzu souverän. Selbst die starke 65er Runde von Jannik de Bruyn (6 unter Par) konnte daran nichts ändern. Ohne jegliche Schlagverluste spielte er seine Runde und fügte dem noch vier Birdies sowie ein Eagle hinzu. Der Nationalspieler blieb aber - zumindest in den Einzeln - beinahe Einzelkämpfer.

Denn die einzige weitere Unter-Par-Runde konnte der Routinier Marcel Zillekens mit drei Schlägen unter Par sichern. Dafür jedoch konnten die Rheinländer in den Vierern überzeugend darlegen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Mit -8 Schlägen notierten sie das zweitbeste Mannschaftsergebnis für die Vierer. Insgesamt steht das Team um Trainer Christian Niesing bei Fünf unter Par.

Hubbelrath rutscht ab

Für viele überraschend, übernachtet der GC Hubbelrath auf Rang vier. Am Ende waren es die Vierer, die das starke Team vom Sandberg straucheln ließen: gewertete Runden von -3, +4 und +5 waren auf diesem Turnierplatz einfach zu viele Schläge. Insgesamt liegt die Mannschaft um Roland Becker nun bei zwei Schlägen unter Par.

Auf dem fünften Rang stehen die Herren des G&LC Berlin-Wannsee. Die Überraschungssieger des zweiten Spieltags können hier im Rheinland kaum den Anschluss an die anderen Mannschaften halten. Mit beiden Team-Scores im Plusbereich (Einzeln: +10; Vierer: +2) und insgesamt 12 Schlägen über Par, sehen sie sich einer anspruchsvollen Aufholjagd gegenüber, um mehr als nur einen Punkt zurück in die Hauptstadt zu nehmen.