Mannheim packt den Hammer aus

1. Bundesliga Süd Herren

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Thomas Kirmaier

Mit einer 66 (-7) spielt Mannheims Marc Hammer am 4. Spieltag in der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf die tiefste Runde in der Herren-Süd-Staffel. Die Männer von Ted Long führen nach den Einzeln und Vierern am Samstag mit -23 knapp vor Tabellenführer GC St. Leon-Rot (-18) und dem Stuttgarter GC Solitude (-6).

Herzogenaurach - Klar schielen sie mit einem Auge immer nach Sandwich. Nicht, weil sie Hunger haben im GC Herzogenaurach. Eher, weil im Städtchen der englischen Grafschaft Kent, das sich schreibt wie ein Snack aus Brotscheiben, ein gewisser Matthias Schmid für Furore sorgt. Ihren "Matti", wie sie ihn in seinem Heimatclub nennen, könnten sie gut brauchen am vierten Spieltag der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf. Aber auch der Star, der am Montag ins Profilager wechseln wird, vorher aber bei der Open Championship noch hübsch Major-Luft schnuppert, könnte das Ruder auch nicht mehr herumreißen. 

"Es ist schon Schade, dass unsere Herren nach dem Neuaufbau der Mannschaft in dieser Saison nicht mithalten können, aber wir freuen uns auch so auf einen spannenden Spieltag, an dem vielleicht schon die eine oder andere Entscheidung Richtung Final Four fällt", sagt Andreas Sprigade. Der Clubmanager des gastgebenden GC Herzogenaurach, wo Runde vier in der 1. Bundesliga Süd der Herren stattfindet, hatte im Vorfeld hochklassigen Golfsport versprochen. Und so sollte es auch kommen.

Zwar öffnete der Himmel pünktlich zum ersten Drive seine Schleusen und wässerte Grüns (deshalb auch kaum Roll und zunächst sehr langsam) sowie Fairways. Das Schmuddelwetter verzog sich aber nach einer halben Stunde wieder. Und so fielen die Birdies hin zur Mittagszeit wie reife Früchte. Dass es ganz schnell rauf und runter gehen kann, bewies Team-Europameister Yannick Malik, der die Front Nine mit +2, die Back Nine dann aber mit -7 abschloss - inklusive Eagle. 

Der Ober-Hammer war aber ein anderer: nämlich Mannheims Marc Hammer, der mit einer 66 (-7) die tiefste Einzelrunde ins Clubhaus brachte und klarstellte, dass auch der Meister von 2018 hier in Herzogenaurach um den Tagessieg mitspielen und das Final Four klarmachen möchte. Es deutet sich ein Zweikampf an im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Mannheim und St. Leon-Rot, die beiden heißesten Kandidaten, wenn es um die begehrten Tickets fürs DM-Finale geht, präsentieren sich stark. "Wir waren zuletzt nicht ganz zufrieden, haben gut trainiert und etwas umgestellt. Schauen wir mal, wer am Sonntag die Nase vorn haben wird. Spannend ist es auf jeden Fall", erklärt Mannheims Coach Ted Long, der sich über die guten Scores seiner jungen Truppe freute.

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  • "Herz"lich willkommen: Adrian Steeger (l.) vom Münchener GC und Benedikt Boensch von Gastgeber Herzogenaurach. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • Yannick Schütz mit Stuttgarts Kapitän Ingmar Peitz auf Grün 5 vor der Kulisse Herzogenaurachs. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • Pünktlich zum ersten Abschlag (hier Paul Ulmrich vom GC Mannheim-Viernheim) gab
  • Herzogenaurachs Team-Manager Julian Wuttke war in den Vierern dabei. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • Felix Krammer vom Münchener GC. (Foto: DGV/Kirmaier)
  • Kräftemessen: Mannheims Christopher Steger und St. Leon-Rots Mauro Anderi. (Foto: DGV/Kirmaier)
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Aber auch die Wölfe aus St. Leon-Rot wollen keine Zweifel aufkommen lassen. Beeindruckend vor allem die Einzelrunde von Luca Maroto-Lopez, der bei seiner 68 (-5) ohne Schlagverlust blieb. Mit etwas größerem Abstand auf das Führungsduo liegt Stuttgart (-6), Tagessieger vom dritten Spieltag, schon leicht zurück auf Rang drei - vor dem Münchener GC (+2), für den Jakob van de Flierdt (ebenfalls bogeyfrei) und Tim Wiedemeyer jeweils eine 67 (-6) einbrachten.

Und Gastgeber Herzogenaurach? Der Abstand auf die Konkurrenz nach Einzeln und Vierern zum Auftakt ist auch diesmal groß (+41). Es gibt aber auch Licht: So konnte immerhin Marco Dietrich im Einzel (73/Par) überzeugen. Die Mannschaft sammelt Erfahrungen, die ihr in der Saison 2022 in Liga zwei helfen sollen. Matti Schmid wird dann Pro sein und wohl auf der Tour um Preisgeld spielen.

Apropos: Bei der Open Championship im englischen Sandwich unterschrieb Schmid in Runde drei eine 71. Während der junge Mann aus dem GCH beim Major morgen noch einmal angreifen möchte, fällt zu Hause in Franken vielleicht schon eine Vorentscheidung in Sachen Final-Four-Teilnahme. Die Einzel starten am Sonntag in Herzogenaurach um 8.30 Uhr. Mannheim und das Team SLR haben dabei die besten Karten.

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