Das junge Team des GC St. Leon-Rot feiert den nächsten Sieg an DGL-Spieltag zwei in Frankfurt. © Stefan Heigl

Team SLR mit Siemens-Ass zum nächsten Fünfer

Flach schießen, hoch gewinnen – eine alte Weisheit in so manchen Sportarten. Am zweiten DGL-Spieltag der 1. Bundesliga Herren Süd in Frankfurt durfte man das zumindest am entscheidenden Sonntag getrost umschreiben in: Weit schlagen, viel suchen. Was die Teams teilweise vom Tee zimmerten, landete nicht selten im Gemüse. Klar, der Einstieg in den anspruchsvollen Parkland Course des FGC ist alles andere als Mickey Mouse. Wer einfach nur ballert, wird bestraft. So ging es am Sonntagmorgen vor allem den Spielern des Gastgebers.

 

„Wir haben am Anfang sehr viel liegengelassen und sind früh in Rückstand geraten. Aber vielleicht fühlt sich St. Leon-Rot dann zu sicher und wir können auf den Back Nine wieder ranrücken“, sagte Frankfurts Coach Jan Förster noch auf dem Platz. Allerdings mehr im Scherz und wohl wissend, dass sein alter Freund und Trainerkollege Marco Schmuck kein guter Verlierer ist. „Ich hatte tatsächlich vor dem Spieltag in Frankfurt kein allzu gutes Gefühl. Das ist ein Platz, auf dem schnell was passieren kann“, so Meister-Trainer Schmuck.

 

Impressionen aus Frankfurt > > >

 

Team SLR spulte sein Programm an einem sonnigen Sonntag und auf einer hervorragend präparierten Wiese in Frankfurts Stadtwald zuverlässig herunter wie die Bank von England. Mit wenigen Ausreißern nach oben und nach unten – es war wieder einmal eine geschlossene Mannschaftsleistung des Liga-Dominators, der keine Zweifel aufkommen lassen möchte, wer der Herr im Haus ist und wer Ticket eins fürs Final Four am 3./4. August im GC München-Riedhof löst. Dass der große Showdown um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in diesem Jahr erstmals live im TV übertragen wird, ist extra Motivation für die erfolgsverwöhnten St. Leon-Roter.

 

Begeistert von der Performance seines Teams war auch SLR-Captain Axel Stadler: „In der Nordstaffel hat sich der Sieger hier zuletzt mit +28 durchgesetzt. Wir haben mit -15 gewonnen. Das war also dann nicht so schlecht.“ Das Schleifchen um das Päckchen hatte am Samstag Carl Siemens (im Vierer mit Nils-Levi Bock) geschnürt, als er auf Bahn 16 (168 Meter, Par 3, Eisen 8) zum Hole-in-One einlochte. „Da sind wir ganz schön abgegangen. Es ist immer cooler, wenn dir so etwas als Team gelingt. Da ist die Freude über so einen geilen Schlag größer“, so Nationalspieler Siemens.

 

 

Platz zwei geht am zweiten DGL-Spieltag an Gastgeber Frankfurt (-4), der sich klar vor den verbesserten Münchenern (+7) und etwas enttäuschenden Mannheimern (+24) durchsetzte, die sich deutlich steigern müssen, um es auch in der elften DGL-Saison wieder ins Final Four zu schaffen. Beim Münchener GC glänzte am Sonntag Felix Krammer mit einer 65 (-6), die gleichzeitig die tiefste Runde des Wochenendes war. „Mit der Top-Runde von Felix wäre die Tür schon auf gewesen, um mehr zu erreichen. Wir haben es aber leider nicht zu Ende gespielt, sind aber jetzt endlich drin in der Saison und wollen an den noch ausstehenden Spieltagen Gas geben“, so Münchens Coach Arne Dickel.

 

Einen ganz besonderen Tag erlebte auch St. Leon-Rots Tscheche Jiri Zuska: Der Challenge-Tour-Pro nahm die Reisestrapazen auf sich und gab seinem jungen Team auf und außerhalb des Platzes Stabilität. Nach dem letzten Putt war Zuska voll und ganz auf Eishockey eingestellt, denn die tschechische Nationalmannschaft hatte bei der Heim-WM das Finale gegen die Schweiz zu absolvieren. Sein Tipp: „Wir gewinnen knapp mit einem Tor Vorsprung.“ Zuskas Tschechen siegten 2:0. Im Eishockey ist es manchmal wie im Golf: flach schießen und hoch gewinnen.


Endergebnis 2. DGL-Spieltag in Frankfurt > > >

 

 

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